Bin ich eine Träumerin oder erschaffe ich mein Traumleben?

Fotocollage mit Polaroidbildern, die verschiedene Lebensmomente zeigen: (Hand, die über ein Kornfeld streicht; barfuß im Matsch; lächelndes Bild der Lichtermeer-Autorin; Mondsichel am Himmel; Pflastersteine im Regen; Ethno-Teppich mit zeremoniellem Kakao) und dem Text: Träumerin, sagten sie - aber was schreit deine Seele? was sagt dein Herz?
Fotocollage mit Polaroidbildern, die verschiedene Lebensmomente zeigen: (Hand, die über ein Kornfeld streicht; rot glühender Sonnenaufgang an einem Seeufer nach einer Nacht im Freien; lächelndes Bild der Lichtermeer-Autorin; weiteres Foto der Llichtermeer-Autorin im Sonnenschein; Pflastersteine im Regen; Ethno-Teppich mit zeremoniellem Kakao, schön geformter Schneekristall auf schwarzer Fleecejacke) und dem Text: Träumerin, sagten sie - aber was schreit deine Seele? Was sagt dein Herz?

Träumerin oder Kreatorin deiner Träume

Hörst du wirklich deinen Seelenruf oder gibst du dich Fantasien - Träumen - hin, die diesem ausweichen?

Kannst du dich in deinem Seelenruf so sehr irren, wo er doch so schillernd leuchtet und all dein Sein durchdringt?

Oder ist es so: Wenn du es wagst zu träumen, diese Träume und dich selbst ernst zu nehmen, jenen Träumen und dir selbst zu folgen, ist das vielleicht der Schlüssel zu deinem Traumleben?

Träumerin oder Kreatorin deiner Träume

Hörst du wirklich deinen Seelenruf oder gibst du dich Fantasien - Träumen - hin, die diesem ausweichen?

Kannst du dich in deinem Seelenruf so sehr irren, wo er doch so schillernd leuchtet und all dein Sein durchdringt?

Oder ist es so: Wenn du es wagst zu träumen, diese Träume und dich selbst ernst zu nehmen, jenen Träumen und dir selbst zu folgen, ist das vielleicht der Schlüssel zu deinem Traumleben?

Ein Comic voller Magie – eine Geschichte in der Träume Wirklichkeit werden

Ich denke an die Momente, wo die bunten Farben und dynamisch geschwungenen Linien eines Comics mein Herz in eine Heimat hüllten.

Von dieser als die meine zu träumen, hat mein Leben mit Farben gefüllt – an Tagen, in denen die Dunkelheit wogte.

Der phantasievolle Comic erzählte von der Verbundenheit und Freundschaft zwischen fünf Mädchen, die sich einem magischen Kampf für eine bessere Welt und den Kämpfen des menschlichen Alltags stellten.

Natürlich fand sich zwischen den Kämpfen auch ganz viel Schönheit, Frieden und andere Errungenschaften.

Natürlich fand sich zwischen den Kämpfen auch ganz viel Schönheit, Frieden und andere Errungenschaften.

 

Jede Seite war gefüllt von Sorgen oder Ängsten, inneren und äußeren Hürden und den „magischen“ Kräften in uns, die diese überwinden.

Durch die Illustrationen wirkte dabei selbst das unscheinbar Alltägliche magisch.

Der gezeichnete Dampf einer Tasse Tee löste in mir das Gefühl von Geborgenheit aus, Regentropfen auf einer Fensterscheibe ließen mich das Prickeln von magischen Freudenritualen spüren, und die Haarbürste auf dem Schminktisch eines der Mädchen weckte das Gefühl von Möglichkeiten der symbolischen Selbstwandlung.

Jeder Charakter war durchdacht: Jede Figur hatte bestimmte Farben, die sich in Kleidung, Schmuck und sogar der Einrichtung ihres Zimmers wiederfanden, sie hatten bestimmte Hobbys, die ihren Charakter tiefer zeichneten, und unterschiedliche ethnische Hintergründe, was neue Horizonte erschloss.

Ihr Leben waren definiert.

Es war leicht für mich, tief in ihre Geschichte zu sinken.

Es war leicht für mich durch sie ein Fenster in mein Selbst zu finden und gleichzeitig die Inspiration zu meiner Definition von mir.

Aber vor allem ließ mich dieser Comic aufatmen, weil er die Träume in mir fütterte, die mich nährten.

Die Träume, die mich hielten.

Aber vor allem ließ mich dieser Comic aufatmen, weil er die Träume in mir fütterte, die mich nährten.

Die Träume, die mich hielten.

 

Träume: Eine Mischung aus Magie und Geschichten

Was mich nährte war der Glaube an Freundschaft, die Inspiration zur Selbsterkundung und -verwirklichung, menschliche Hürden gepaart mit positiven Abenteuern, die Verbundenheit zu den Elementen und ein Bewusstsein über ihre Kraft, eine tiefere Bedeutung des Seins und über alldem Magie.

Die Idee, ein Leben voller Farben leben zu können, wurde später von Büchern und Serien noch angefacht, die jede auf ihre Weise der Dunkelheit Licht abgewannen oder entgegentraten.

Und immer war da eben auch die Magie im Alltag mit ihrem besonderen Zauber der Greifbarkeit: in der Wandverkleidung, mit der ein Zimmer tapeziert war, im Muster einer Müslischüssel, aus der eine Protagonistin aß oder in den Berufen, die die Protagonistinnen so leidenschaftlich (wenn auch nicht hürdenlos) auslebten.

Dass ich daraus so viel zog, lehrte mich, wie kostbar Geschichten sind – aber auch wie kostbar die Magie im Alltäglichen ist.

Früher war es ein Spiel und Träumen für mich – heute ist es meine Realität: Jeder Gegenstand, jeder Blick, jeder Duft im Wind erzählt eine Geschichte, die uns stärken kann, die uns unterstützen kann, den Hürden des Lebens zu begegnen.

Unsere Dämonen mögen anders aussehen als in den Comics, Büchern und Serien – manchmal sind es die Lebenserfahrungen, die wir machen, manchmal andere Menschen, manchmal Schicksalsschläge.

Und unsere Siege sind oft viel subtiler, brauchen  Wochen, Monate, Jahre um sichtbar zu werden - aber sie sind da.

Früher war es ein Spiel und Träumen für mich – heute ist es meine Realität: Jeder Gegenstand, jeder Blick, jeder Duft im Wind erzählt eine Geschichte, die uns stärken kann, die uns unterstützen kann, den Hürden des Lebens zu begegnen.

Unsere Dämonen mögen anders aussehen als in den Comics, Büchern und Serien – manchmal sind es die Lebenserfahrungen, die wir machen, manchmal andere Menschen, manchmal Schicksalsschläge.

Und unsere Siege sind oft viel subtiler, brauchen  Wochen, Monate, Jahre um sichtbar zu werden - aber sie sind da.

 

Da ist Magie – ganz besonders im Alltäglichen

Wo ist denn diese Magie, fragst du?

Für mich ist Magie

♡ die Energie, die spürbar wird, wenn wir still sind

♡ der Geist, der so vieles verändern kann, wenn wir ihm entsprechende Impulse geben

♡ Synchronizitäten, die uns manchmal an jeder Ecke unseres Lebensweges begegnen

♡ jede Form von wertschätzender Verbundenheit

♡ das, was Klang und Tanz in uns auslösen kann

♡ die Schönheit, die die Natur abseits jeden menschlichen Tuns hervorbringt (Kristalle und Heilsteine – hier folgt bald ein Link zu meiner Ode an die Welt der Steine)

♡ die Wirkung, die Meditation und Visualisierung auf unser Leben haben

♡ aber eben auch das, was übersinnlich erscheint, wenn wir z.B. die persönliche Erfahrung machen, dass alternative Medizin heilt

 

Für mich ist es auch Magie, wenn wir die Kreation anderer zutiefst in unserem Herzen spüren und wenn wir kreieren und erleben, wie unser Schaffen die Herzen anderer berührt.

Magie ist, wenn unsere eigene Schöpfung uns selbst leuchten lässt.

 

Für mich ist es Magie

♡ wenn wir etwas wissen, was wir logisch betrachtet nicht wissen könnten

♡ wenn unser Bauchgefühl uns in die richtige Richtung leitet

♡ wenn wir um Zeichen bitten und das Universum zu uns spricht.

 

Magie ist es für mich auch, wenn ich von Freude durchströmt werde, sobald mein Körper von klarem Wasser umspielt wird oder wenn ich Fels unter meinen Händen spüre.

Für mich ist es Magie, wenn ein wildes Tier mir mit seinem Blick begegnet, ein paar Wimpernschläge in der Verbindung bleibt oder nach einigen scheuen ersten Begegnungen Vertrauen fasst und eine Weile mit uns verweilt.

Diese Magie der Dinge entdeckt zu haben, hat mich abermals etwas gelehrt – dass unsere Träume keine Schäume sind. Und das gibt Kraft: Kraft, dem eigenen Weg und Herzen weiterzufolgen.

Diese Magie der Dinge entdeckt zu haben, hat mich abermals etwas gelehrt – dass unsere Träume keine Schäume sind. Und das gibt Kraft: Kraft, dem eigenen Weg und Herzen weiterzufolgen.

HeldInnen und MacherInnen der Geschichte

Und so manche Heldin ihrer eigenen Geschichte/ mancher Held seiner eigenen Geschichte wurde einst Träumerin oder Träumer genannt.

MacherInnen wurden zu dem, was sie heute sind: Inspirationspersönlichkeit, WeltenweberIn, GeschichtenschreiberIn … weil sie nicht aufgehört haben, ihren Träumen zu folgen.

♡ Was ist und bedeutet Magie für dich?

♡ Und welchen Träumen willst du weiter folgen?

Schreib es auf, denn das, was wir aussprechen (und aus-schreiben) erhält Substanz, wird greifbarer und macht den Weg zum Ziel oft klarer.

Und wenn du willst, teil es mit uns in den Kommentaren.

Larissa: psychologische und energetische Impulse 82234 Weßling

Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Erkunden deines Selbst, deiner Träume und Visionen und bei ihrer Verwirklichung und bei der Entdeckung der Magie dieser Welt.

Es ist sehr viel mehr möglich, als wir es manchmal denken. Deine Larissa

PS: Hat dich der Blogbeitrag inspiriert? Dann teile ihn mit Menschen, von denen du glaubst, dass er sie auch inspirieren könnte ♡

Der Seelenauftrag – ein Ruf der Seele

Tätowierte Frau die nach dem Wasserspiegel eines Weihers greift als sinnbild nach der Verbindung zur Seele und dem Seelenruf
Tätowierte Frau die nach dem Wasserspiegel eines Weihers greift als sinnbild nach der Verbindung zur Seele und dem Seelenruf

Seelenauftrag, Seelenruf, Seelenwege, Seelenberufung – gibt es das?

Haben wir einen Seelenauftrag: Kann es sein, dass wir für etwas geboren werden? Dass wir einen oder mehrere Aufträge haben – vielleicht solche für die Welt, das Wohl des Universums und andere (oder dieselben) für uns selbst, für die Entwicklung unserer Seele?

Als Kind habe ich nicht nur an dieses Konzept geglaubt, ich habe es gespürt.

Ich habe gespürt, dass ich dafür lebe, Geschichten zu erzählen. Ich wusste, dass mein Weg lange Zeit voller Dunkelheit sein würde, damit ich das Licht in den Schatten erkennen und die Schatten transformieren konnte, um später andere Seelen dabei zu begleiten – oder ihnen zumindest die Kraft zu geben, auch aus ihrer Dunkelheit Farben zu weben.

Ich wusste, ich musste darüber schreiben, wie ich mein Lebensglück aus der Dunkelheit herausfand, um anderen Menschen Mut zu machen – das war meine Seelenberufung.

 

Dieser Blogbeitrag ist aus der Kategorie persönlicher Erfahrungsbericht – Was hat das mit dir zu tun?

Ich schreibe hier über mich und doch für dich.

Wir alle erfahren das Leben unterschiedlich - meine Wahrheit ist nicht unbedingt deine, und meine Lösungen sind womöglich keine für dich.

Dennoch können wir voneinander lernen.

Wenn wir die Geschichten und Erfahrungen anderer lesen, bewegt das etwas in uns: sei es ein Widerstand, der sich aufbaut, oder eine Welle, die vorhandene Widerstände fortspült. Vielleicht wird eine Erkenntnis freigeschaufelt oder ein Samen gesät. Eventuell finden wir einen Spiegel, vielleicht auch einfach nur eine neue Perspektive, die zwar für uns selbst nicht gilt, aber für jemanden, den wir kennen.

Mögen dir diese Worte Türen öffnen, hin zu dir selbst.

 

Dunkelheit im Leben

Meine Dunkelheit bestand neben transgenerationalen Traumata aus Traumata in meinem eigenen Leben, aus denen wiederum eine langjährige Depression und später zusätzlich eine schwerwiegende Essstörung und Bulimie erwuchsen. Und mit diesen Folgen ging noch so viel mehr Dunkelheit einher.

Aber keine Dunkelheit ist tödlich, wenn wir in ihr genug Licht finden. Mein Licht war meine Hoffnung, dass Veränderung möglich war und dass die Welt ein kleines bisschen heller würde, wenn ich dies bewies.

Ich wusste wohl, dass ich mich irren konnte, und war doch gewiss, dass mein inneres Gefühl nicht grundlos in mir herrschte.

 

Der innere Kompass

Mein innerer Kompass war stark und diese inneren Überzeugungen trugen mich durch all die Jahre, in denen Schmerz mein täglicher Begleiter war.

Ich wusste, was mich auf irdischer Ebene krank machte, und auch diese Umstände zu ertragen wurde leichter, weil ich eines Tages über sie und ihre Veränderung schreiben würde – eines Tages, wenn meine Welt und ich geheilt waren – heiler als in den dunklen Jahren.

 

Der Tag der erfüllten Seelenberufung

Dann kam dieser Tag, an dem ich bereit war, meine Seelenberufung zu erfüllen – wobei es kein Tag war, sondern ein Prozess, der in mein Leben sickerte.

Irgendwann blickte ich zurück auf die vergangenen Jahre, Monate und Wochen und bemerkte, dass ich seit geraumer Zeit auf der anderen Seite meiner einstigen Dunkelheit stand.

Das musste ich mit der Welt teilen, mit den Menschen und Seelen, die inmitten ihrer Dunkelheit keinen Ausweg sahen, oder denen durch andere die Hoffnung auf ein besseres Leben genommen wurde.

Ich hatte kein Geheimrezept oder allgemein gültiges Heilmittel entwickelt – wir alle sind anders, stammen aus unterschiedlichen Gegebenheiten und sind von verschiedenen Voraussetzungen umgeben: was mich gerettet hat und mir Lebensfreude brachte und bringt, kann unwesentlich oder nicht umsetzbar für jemand anderen sein.

Aber mir war etwas gelungen, das als unerreichbar unterstellt wurde. Etwas, das für mich durch Mosaiksteine ermöglicht worden war, die für andere unwesentlich und bedeutungslos schienen.

Für mich zeigt das, dass sehr viel mehr Heilung und Lebensglück möglich ist, als wir manchmal glauben und glauben gemacht werden.

 

Heilung ist möglich, das musste ich mit der Welt teilen! –
oder war das gar nicht mein Seelenauftrag?

In mir war über all die Jahre ein klares Bild davon entstanden, wie ich diesen Seelenauftrag in die Welt bringen würde: durch meine Bücher!

Der Inhalt jener Bücher war in jeder Sekunde meines vorangegangenen Lebens präsent.

Mein ganzes Leben erlebte ich wie eine Geschichte, und nichts war für mich natürlicher, als es als solche niederzuschreiben.

Ich erarbeitete ein Exposé und eine Leseprobe, um das erste Buch an Verlage zu schicken, und auf einmal wurde mir bewusst: Das kannst du gar nicht, das darfst du gar nicht – denn du erzählst nicht nur deine Geschichte, sondern mit ihr die Geschichten vieler anderer (aus deiner subjektiven Sicht).

Und obwohl ich für viele Menschen Liebe und Dankbarkeit in meinen Worten ausdrückte, waren da auch Szenen, die andere in ein schlechtes Licht rückten.

Meinen Heilungsweg losgelöst von Beziehungen und Begegnungen zu erzählen, schien mir unmöglich – wo doch Beziehungen einen so wesentlichen Teil in unserem Leben – zumindest in dem meinen – ausmachen. Hatte ich mich mit diesem Seelenauftrag geirrt?

 

Eine zerbrochene Gewissheit, ein zerbrochener Traum

Meine Gewissheit zerbrach.

Wochenlang wälzte ich diese moralischen Bedenken und wog sie gegen mein inneres Bild auf, das mich solange am Leben gehalten hatte.

Die "Illusion" für die ich weitergelebt hatte, von der ich geglaubt hatte, dass sie meine Seelenaufgabe war.

Ein Buch über meinen Weg erfolgreich zu veröffentlichen, war, wie ich mir jetzt eingestand, das, was ich mir als Belohnung ausgemalt hatte – mein Ausgleich für das erlebte Leid.

Während meiner Recherche, wie ich mit diesem Thema umgehen konnte, stieß ich auch auf die gesetzliche Bestätigung meines eigenen Empfindens: Ohne die Einwilligung der betreffenden Personen war mein Projekt unmöglich, und jene Personen willigten nicht ein – auch nicht in eine gemeinsame Erarbeitung eines solchen Buches.

Und natürlich verstand ich das, und doch: Für mich zerbrach nicht nur der Rahmen meiner inneren Welt, sondern auch mein großer Traum, der Anker, der mich solange gehalten hatte.

Nach diesem Bruch sickerte etwas der alten Dunkelheit in mich zurück – nur zwischen Wachsein und Schlaf, nachts oder am Morgen, nur ein Hauch und nur die Depression (nicht die Essstörung :)), die mich darauf hinwies, dass etwas jetzt nicht mehr stimmt.

Die Depressionen traten immer dann in Erscheinung oder verstärkten sich, wenn ich mich von meinem Seelenweg (bzw. dem, was ich als diesen in mir spürte) und meiner Heilung entfernte, und umgekehrt. Also doch ein Ruf meiner Seele? Oder war das alles Wunschdenken?

 

Was bleibt?

Neben diesem Gedanken blieb mein Erfolg: eine so schwere Krankheit (die Bulimie) besiegt zu haben und eine andere (die Depressionen) als Warnsignal-System so viel besser steuern zu können, auch wenn sie sich nun wieder etwas aufbäumte.

Es blieb die Dankbarkeit, dass meine Lebensumstände nun andere waren.

Nur schien all das fad und hohl im Kontrast zu dem, was mein Leben sonst ausmachte: Denn da waren immer noch die finanziellen, beruflichen und sozialen Mangelfolgen der verlorenen Chancen, die die Jahre davor verschluckt hatten.

Mich schmerzte, dass das vergangene Leid nun doch keinen höheren Sinn in sich barg – zumindest nicht sichtbar oder nicht den, den ich mir ausgemalt hatte –, und ich war wütend, nicht über meine eigene Geschichte sprechen/schreiben zu dürfen.

Und schließlich war ich enttäuscht über meine Naivität, über meinen Glauben an Seelenberufungen.

 

Seelen- und Lebenswege voller Überraschungen

Nun bin ich schon öfter Zeugin geworden, wie das Leben uns mit Wegen überrascht, die wir nicht erwartet haben und die Seelenglück mit sich bringen – nicht selten ausgerechnet hinter den Ecken und Straßenbiegungen, die zu nehmen wir gezwungen waren, als sich der von uns geplante Wegverlauf als unbegehbar herausgestellte.

So bin ich jetzt, mehr als ein Jahrzehnt später, als ich es mir zum ersten Mal ausmalte, und nach vielen augenscheinlichen Misserfolgen und „Versagen“, Tätowiererin.

Auch wenn ich hier wirtschaftlich nur am Anfang stehe, lacht mein Herz in jeder Sekunde, in der ich diesen Beruf leben darf.

Mein soziales Netz ist gestärkt, obgleich ich weiß, dass Beziehungen immer eine flexible, bewegliche Komponente in meinem Leben sein werden.

Und wer weiß, vielleicht wird sich der Traum vom veröffentlichten Buch noch erfüllen – vielleicht nur in einer anderen Form.

Ich mache weiter.

Nach vielen Abwägungen entschied ich mich dafür, eine Fiktion zu schreiben: eine Geschichte, die nicht meine eigene ist, aber zumindest meine tatsächlichen Erfahrungen des Erlebens und der Formen meiner Depressionen, Bulimie und deren Heilung nachzeichnet.

Diese Authentizität halte ich für wichtig, da so viel Stigma über Bulimie, Sucht im Allgemeinen, Depressionen und andere psychische Kämpfe existiert und so wenig, worin Betroffene sich selbst wiederfinden und ihre eigenen Erfahrungen validieren können.

 

Die Kraft der Geschichten: Fiktion vs Wirklichkeit

Während mein Exposé über meinen persönlichen Weg so erfolgsversprechend und vermarktbar erschien, war ich mir bei dieser zweiten Version unsicher.

Reicht eine Fiktion, um anderen Menschen Hoffnung für ihre eigene Heilung zu geben und sie zu inspirieren, ihr eigenes Seelenglück zu finden?

Erste Rückmeldungen bejahten dies. Und auch für mich gab es Romanfiguren, die in erfundenen Welten lebten und trotzdem zu Rollenmodelle für mich wurden, die mich hielten und inspirierten und zu der machten, die ich heute bin.

Dafür gibt es doch Geschichten – egal ob wahr oder fiktiv: um uns zu helfen in uns  Universen zu erbauen, die in unsere äußere Welt schwappen. Um Türen in uns zu öffnen, damit wir mehr sehen, mehr hören, mehr spüren, mehr schmecken, mehr werden. Und um das, was bereits ist, voll und ganz erfahren.

Jedenfalls bin ich überzeugt, dass kein Traum grundlos in uns pocht – dass Träume stets Wegweiser und Propheten sind. Ihre Manifestierung mag Zeit und Einsatz brauchen, und manchmal müssen sie erst "übersetzt" werden, damit wir begreifen was sie uns sagen.

 

Unseren Seelenauftrag zu verstehen, braucht einen guten Zugang zu unserer Intuition

Unseren Seelenauftrag zu verstehen, braucht einen guten Zugang zu unserer Intuition, Mut und ein Hinhören: Was will denn ich?

Vielleicht ging es meiner Seele oder dem Universum tatsächlich nur darum, dass ich etwas hatte, das mich weitermachen ließ.

Meine Träume haben mein Überleben gesichert und meine Heilung ermöglicht. Reicht das nicht?

Und vielleicht geht es jetzt um einen Abschied … Ich glaube, ich bin ganz gut im Loslassen, aber auch darin, weiterzumachen, selbst dann, wenn etwas nicht klappt. Zum x-ten Mal.

„Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es!“ Erich Kästner

„Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es!“, dieser Satz von Erich Kästner begleitet mich seit einigen Jahren, und für mich bedeutet er auch: „Es entsteht Gutes, tut man es."

Ja, etwas in mir sagt noch immer: Es gibt Menschen, die eine Bestätigung brauchen, dass die Dunkelheit weichen kann, dass Heilung möglich ist. Und ich kann das bestätigen!

Und dann ist da diese tiefe Gewissheit in mir, die allen Widerständen zum Trotz blieb: Ich will anderen Betroffenen sagen, dass sie ein Recht auf ihre Hoffnung haben und dass sie ein Recht haben, an ihr Lebensglück zu glauben, und dass, wenn sie es selbst gerade nicht können, andere – jemand wie zum Beispiel ich – genau das für sie tun können. Zusammen sind wir stärker!

 

Und für dich bedeutet das natürlich, dass, wenn du an einem dunklen Punkt in deinem Leben stehst oder vor einer Herausforderung, die dich daran hindert, deinem Seelenweg zu folgen: Gib nicht auf!

Veränderungen sind möglich.

Es gibt sehr viel mehr Lösungen, als uns beigebracht wurde, und sogar unsere fabelhafte Fantasie vermag es nicht, jede Möglichkeit zu erkennen.

Manchmal hilft eine Bitte nach oben, nach innen, ins Feld der Schwingung: "Führe mich, führt mich zum besten Wohl aller und zu meinem besten Wohl".

Und manchmal hilft es, Hilfe bei anderen zu suchen, gemeinsam neue Wege zu entdecken oder mit Hilfe von außen Kraft zu tanken, um überhaupt eine Grundlage zu schaffen, wieder weiterzugehen.

Hier sollt du jedenfalls eine ganze Box an Tools finden, die dich unterstützen, sei es in Form eines Gesprächs, von Energiearbeit oder durch Worte.

Larissa: psychologische und energetische Impulse 82234 Weßling

PS: Normalerweise schreibe ich gerne über das, was bereits geschafft, bereits erkannt, verstanden oder überwunden ist – eben im Sinne von: Es ist möglich!

Aber dazwischen liegen manchmal viele Schritte, und auch damit bist du nicht allein, deshalb teile ich dies mit dir. Deine Larissa

PS: Hat dich der Blogbeitrag inspiriert? Dann teile ihn mit Menschen, von denen du glaubst, dass er sie auch inspirieren könnte ♡

1 einfacher Weg, um deine Träume und Visionen jetzt zu verwirklichen

Visions- und Traumcollage aus zeitungsabrissen mit dem text: Visionen - Hörst du dein Innerstes, wenn es dich erinnern will, wer du bist? Spürst du deine Seele, wenn sie zu dir spricht? ♡ llichtermeer.de
Visions- und Traumcollage aus zeitungsabrissen mit dem text: Visionen - Hörst du dein Innerstes, wenn es dich erinnern will, wer du bist? Spürst du deine Seele, wenn sie zu dir spricht? ♡ llichtermeer.de

Plötzlich schmeckt das Leben nach all den Möglichkeiten, die ich mir erträume:

Ich werde 36, gehe auf die 40 zu, und auf einmal fühle ich in diesen Zahlen Freiheit, Wildheit, Lebendigkeit und Farben. So wie in diesen abgekauten Klischeesprüchen, der jetzt nach meiner Wahrheit schmeckt: Das Leben fängt  gerade erst an – oder zumindest einmal mehr 😉

Plötzlich schmeckt das Leben nach all den Visionen und Möglichkeiten, die ich mir erträume

Ich werde 36, gehe auf die 40 zu, und auf einmal fühle ich in diesen Zahlen Freiheit, Wildheit, Lebendigkeit und Farben. So wie in diesen abgekauten Klischeesprüchen, der jetzt nach meiner Wahrheit schmeckt: Das Leben fängt  gerade erst an – oder zumindest einmal mehr 😉

 

Alt werden – wer will das überhaupt?

Ich dachte nie viel über das Altern nach. Zuerst nicht, weil ich glaubte, wegen der Bulimie, nicht älter als 19 zu werden, und später, als ich eben doch älter als 19 war, weil die Depressionen und die Bulimie keine besondere Lust auf ein langes Leben machten.

Ich war so müde.

Als ich mehr und mehr heilte und mehr und mehr Lust auf das Leben bekam, blieb eine andere Schwere, die das Altern schwierig machte oder zumindest zu einer Sache, an die ich nicht viele Gedanken verschwenden wollte.

 

Zerschellte Hoffnungen?

Ich hatte so viel Lebenszeit verloren, die Bulimie und Depressionen hatten so viele Chancen verschluckt, dass ich keine wirkliche Option für meine finanzielle Absicherung im Alter sah (wobei ich sowieso sehr gerne meine Arbeit bis zum Schluss ausüben wollte und möchte).

Als ich noch Bulimie hatte, war ich überzeugt, dass ich, sobald ich sie los wäre, erblühen würde: gesundheitlich und auch optisch.

In meinem Kopf war der Sieg über diese schwere Krankheit wie die Verleihung eines Ordens, der das ganze Leben zum Besseren wendet.

Ich war überzeugt, dass die Müdigkeit und die vielen Schmerzen dann Vergangenheit würden, weil jede Zelle in meinem Körper neue Kraft entwickeln würde.

Stattdessen blieb ich müde, verlor die Hälfte meiner Haare, meine Haut wurde schlaffer, meine Schlupflider senkten sich, und mein Immunsystem war so schlecht, dass ich nur noch unregelmäßig Sport treiben konnte, bis ich kaum mehr Muskeln hatte.

Das hatte vermutlich nicht nur mit meiner Heilung zu tun, aber so oder so hat es meine Vision nicht erfüllt.

Nicht nur? Warum verbinde ich diese "negativen" Aspekte überhaupt mit meiner Heilung? Nun, weil als die Bulimie nicht mehr mein Regulator war, musste ich Gefühle aushalten. Ziemlich viele und ziemlich heftige, und definitiv hat das erschöpft. Ganz zu schweigen von den Situationen, die jetzt, nach meiner Heilung, erst sortiert werden müssen und konnten. Daneben gab es aber auch andere Faktoren, wie Corona, die sicher ihren Beitrag geleistet haben.

Nichtsdestotrotz geht es mir definitiv in sehr vielen Dingen sehr sehr viel besser als mit der Bulimie (darüber werde ich in einem anderen Blogbeitrag schreiben, der dann hier verlinkt wird). Bulimie ist zerstörerisch, sie tötet, und das auf keine schöne Weise. Sie zu überwinden ist möglich und definitiv das größte Geschenk und das Bedeutsamste, was ich jemals erreicht habe.

Nicht nur? Warum verbinde ich diese "negativen" Aspekte überhaupt mit meiner Heilung? Nun, weil als die Bulimie nicht mehr mein Regulator war, musste ich Gefühle aushalten. Ziemlich viele und ziemlich heftige, und definitiv hat das erschöpft. Ganz zu schweigen von den Situationen, die jetzt, nach meiner Heilung, erst sortiert werden müssen und konnten. Daneben gab es aber auch andere Faktoren, wie Corona, die sicher ihren Beitrag geleistet haben.

Nichtsdestotrotz geht es mir definitiv in sehr vielen Dingen sehr sehr viel besser als mit der Bulimie (darüber werde ich in einem anderen Blogbeitrag schreiben, der dann hier verlinkt wird). Bulimie ist zerstörerisch, sie tötet, und das auf keine schöne Weise. Sie zu überwinden ist möglich und definitiv das größte Geschenk und das Bedeutsamste, was ich jemals erreicht habe.

Wo war die vitale, strahlende, vor Kraft protzende Larissa?

Ich sorgte für mich, aber da war immer noch Stress, denn ich stand mit 35 an einem Punkt, an dem andere mit Anfang zwanzig stehen**: ich musste (und durfte) das Leben komplett neu kennenlernen und stand in den Babyschuhen meiner zukünftigen Karriere. Das war mit jeder Menge Prüfungsstress für meine systemische traumaintegrale Beraterinausbildung und dem Gründungsstress für mein Handpoke-Tattoo-Gewerbe verbunden. Ganz zu schweigen davon, dass da kaum Geld in meinen Taschen oder auf meinem Konto war.

Daneben gab es hier und da immer noch Nächte, in denen ich nicht sonderlich gut schlief.

Meine energetischen Healings unterstützten mich, machten meinen Kopf wieder frei und beruhigten meine Nerven, aber manchmal war ich schlicht zu faul, auf diese Weise für mich zu sorgen.

Als sich all das nicht besserte, stand da neben der drohenden Armut plötzlich auch noch Gebrechlichkeit auf dem Altwerden-Regal und dazu das Gefühl, meinen Wert einzubüßen, durch die verlorene Attraktivität (eine Bewertung, die ich selbstverständlich nur an mich selbst stellte, denn in anderen Menschen finde ich immer etwas Schönes, egal, wie sie aussehen. Besonders ältere Frauen sind in meinen Augen oft attraktiv. Und gerade kann ich diese Wertverknüpfung auch wieder voneinander trennen ;)).

Vielleicht war ich deshalb verwundert, als ich mich plötzlich als gealtert und nicht attraktiv empfand und das mit gerade einmal 35 Jahren.

**Ja, ich weiß, dass man nicht unbedingt mit 20, 16 oder zu einem anderen bestimmten Zeitpunkt vor den großen Schritten des Sich-selbst-Versorgens steht. Das kann immer passieren und immer wieder - aber ihr wisst ja, wenn man gerade in einer Negativschleife steckt, dann sind Verallgemeinerungen und Schubladen herrlich zur Unterstreichung des Standpunkts. Noch herrlicher ist es, wenn man sie dann umkippt. 🙂

**Ja, ich weiß, dass man nicht unbedingt mit 20, 16 oder zu einem anderen bestimmten Zeitpunkt vor den großen Schritten des Sich-selbst-Versorgens im Leben steht. Das kann immer passieren und immer wieder - aber ihr wisst ja, wenn man gerade in einer Negativschleife steckt, dann sind Verallgemeinerungen und Schubladen herrlich zur Unterstreichung des Standpunkts. Noch herrlicher ist es, wenn man sie dann umkippt. 🙂

 

Das Leben umkrempeln

Sollte das nun wirklich zu einem Thema für mich werden, wo es doch so viele andere, wesentlich wichtigere Dinge gibt?

Aber ja, irgendwie schon, denn sich mit sich selbst nicht wohl zu fühlen, ist ein doofes Gefühl, und das färbt nun mal auch andere Momente des Lebens.


Ich musste etwas tun: meine Resilienz aufbauen, mir mit einem Healing durch jemand anderen als mich selbst helfen lassen (weil es manchmal einfach leichter und schöner ist, wenn jemand anderes das übernimmt und es tat wirklich gut), das Immunsystem stärken und dann wieder Sport treiben.

Ich machte eine Darmaufbaukur, hörte auf, konventionelle Shampoos zu verwenden, und wusch meine Haare nur noch mit Kaffee, einem Spritzer Zitronensaft und Waschnuss und ging möglichst jeden Tag mindestens eineinhalb, manchmal zwei Stunden an der frischen Luft spazieren.

All das tat mir gut. Aber die komischen Gefühle, sobald ich in den Spiegel blickte, blieben und auch die angst vor der Zukunft.

Zumindest mochte ich meinen Körper.

Was meine Auf-eigenen-Beinen-stehen-Zukunft betraf, so beruhigte ich mich immer wieder damit, dass ich wirklich alles dafür tat, um sie zu ermöglichen und auch dass dies dann so blieb.

Wenn wir später dran sind als andere, heißt nicht, sind wir noch lange nicht zu spät.

Wenn wir später dran sind als andere, heißt nicht, sind wir noch lange nicht zu spät.

 

Visionen spielerisch ins Leben holen

Jetzt gerade sitze ich in dem bequemen Ohrensessel in meiner Küche und fühle mich stark.

Vom Leben durchtränkt und – trotz meines veränderten Aussehens, der immer noch nicht wieder vollen Haare und der faltigeren und schlaffen Haut – wieder schön.

Aber nicht (nur) wegen der Kur, noch wegen dem vielen Spazierengehen, sondern wegen etwas anderem.

Ich wurde an mich erinnert.

Daran, wie viel Kraft in Bildern liegt, in dem, was wir uns ausmalen und dem wir eine symbolische Form geben.

Das verdanke ich einem Stapel Magazine, Klebstoff, Glitzerstaub und meiner großartigen Dozentin, die den Abschluss meiner Ausbildung zur systemischen traumaintegralen Beraterin mit der Gestaltung eines Visionsboards abgerundet hat.

Visionboards. Wie kraftvoll der Effekt eines solchen Visionscollage sein soll, habe ich hundertmal gehört.

So oft, dass die Botschaft in meiner Wahrnehmung zu einer ausgelutschten, hohlen Weisheitshülle zerfiel.

Wieso eigentlich? Immerhin hatte ich die Effekte eines solchen Visionboards oft genug gefühlt.

Die Tagebücher aus meiner Jugendzeit sind voll mit Fotos von Menschen und Details, Natur und Tieren, die etwas verkörpern, was Teil meines Lebens werden sollte oder tiefer Ausdruck meiner Seele war.

Ich konnte stundenlang in Prozessen dieser Selbsterkundung und Selbstwerdung versinken. Spielerisch, voller Leichtigkeit und im starken Feuer meiner Träume.

Da waren die knalligen, schwarz-gelben Pumaschuhen, die ich mir Wochen später, entgegen der scheinbaren finanziellen Möglichkeiten, doch leisten konnte; die Zeichnungen von Händen, die Licht umfassen als symbolischer Anker für spirituellen Energiearbeit als Beruf.

Ich erinnere mich an die landschaftlichen Eindrücke von Ländern, die ich bereisen wollte (und heute bereist habe) bis hin zu Tonnen an Fotos, Symbolen und Worten zu den beiden wertvollsten Themen in meinem Leben: der Liebe und dem Schreiben.

Wenn ich jetzt an diese Visionsbilder denke, geht mein Herz auf:

Xena als Vorbild für Power und Selbstbewusstsein, die Charmed-Schwestern, die für mich die Verbindung zur Magie, aber auch Selbstverwirklichung und überbordende Kraft verkörperten, die nebelverhangenen Waldwiesen, die meine Seele mit dieser Erde und ihrem innewohnenden Zauber verbanden.

Wie all das auf die eine oder andere Weise ein Teil meines Lebens geworden ist, beschreibt die Verwirklichungsmöglichkeit von Träumen.

 

Uns ans Erinnern zu erinnern ist der Anfang von bewusster Veränderung

Und doch habe ich seit Jahren keine neuen Visionenbilder gesammelt.

Das an diesem Wochenende wieder zu tun, war … der Anfang einer Veränderung.

Ich versank seit langem zum ersten Mal zwischen Raum und Zeit, fiel mit all meinem Sein zwischen die Farbmoleküle der bedruckten Magazinseiten, fand mich in einzelnen Worten und in so vielen Momenten, die als Fotos festgehalten waren.

Allein der Akt, diese Bilder und Buchstaben aus den Zeitschriften zu reißen, war besser als jedes Shoppinggefühl.

Da waren so viele Erinnerungen daran, was ich liebe, was mir guttut, wer ich bin und sein und bleiben will.

So viele Aufnahmen davon, was in meinem Leben Raum erfahren soll, und davon, was in meinem Leben bereits Raum hat.

Das zu würdigen und zu sehen, die winzigen und großen Details, ließ mich durch Welten wandern.

Die Welten in mir und um mich.

Ich spürte den Regen, roch den Mulch, hörte das Knistern von Frost auf reifen Hagebutten, spürte die Glitzerpailletten an meinem Körper beim Tanzen auf Festivals, die Natursteinstufen meines zukünftigen Gartens unter meinen Füßen, öffnete die Schlafzimmerterrassentür hinein ins Grüne, hörte das Feuer, an dem ich mit Freunden saß, vom Sternenhimmel geküsst.

Ich schmeckte die selbstangebaute Kresse aus meiner Kindheit und roch die Sonne auf den Terrakotta-Amphoren, aus denen in meiner Jugend Erdbeeren und andere Leckereien sprossen.

Plötzlich sah ich all das Schöne, das bereits in meinem Leben passiert war, und all das Schöne, was noch kommen würde.

 

Unsere Träume  entspringen in unserem Herzen

Wenn wir unserem Herzen zuhören, finden wir diese Visionen, da, wo sie längst im Leben auf uns warten.

Ich jedenfalls fand sie: diese wunderschöne, kraftvolle Frau mit Falten im Gesicht, grauem, vom Wind zerzausten Haar, Wanderrucksack und Outdoorjacke zwischen Fels und Eis und Schnee.

Von ihr zu sprechen, von ihr als mir zu erzählen, von meiner Vision, hat diese Bilder mit Leben gefüllt und in mir verankert.

„Klar“, dachte ich mir, „eigentlich finde ich es gar nicht schrecklich, älter zu werden, ich will nur mein Bestes geben, dass ich dabei fit bleibe“, und irgendwie ist der Gedanke schön.

Genauso wie die Vorstellung, die Jahre, die ich durch das Kranksein verloren habe, nachzuholen indem ich (länger) lebe. Lebe!

Wie es kommt, weiß ich nicht, aber das ist okay.

Doch jetzt und hier zu spüren, dass das Altern nicht ein Ausstieg aus dem Leben und das Ende jeder Lebendigkeit bedeutet, durchdringt mich.

Diese Erkenntnis berührt mich wie der Wind in jenem Gebirge. Klar und prickelnd.

Wenn wir später dran sind als andere, heißt nicht, dass es zu spät ist.

 

Und wieder einmal zeigt sich, das Zeit nur ein Wort ist: aber eines, mit dem sich Visionen weben lassen – egal zu welchem Zeitpunkt

„Du wirst wirklich schon 36?“, hat meine Dozentin gefragt.

„Ich habe dich für wesentlich jünger gehalten.“

Aber nein, ich werde 36, und diese Zahl schmeckt nach sonnengereiften Erdbeeren, nach Moos und Gras unter den Füßen, nach Eisbaden und nach Schweiß auf meinem Körper, während meine Muskeln zufrieden pochen.

40, denke ich mir dann, auch das ist eine wirklich schöne Zahl. Sie erzählt von Echtholzmöbeln und selbstangepflanzten Kräutern, von Spiegeleiern von den Hühnern im Garten und von Ton zwischen den Fingern.

Und 50, da sehe ich Farben – überall an meinen Fingern und meinem Malhemd, sehe meine Galerie und spüre den weichen Atem eines geliebten Tierbegleiters an meiner Seite.

60, mitten zwischen Felsen und Eis. Lebendig.

70, tanzend und liebend.

Mit 80 Jahren sitze ich im Schaukelstuhl mit meiner Katze auf dem Schoß, bin Radfahren oder im Garten beim Unkraut jäten und im Gespräch mit den befreundeten Vogelmitbewohnern.

Und so geht es weiter. Raum für Bücher, solche, die ich lese, und solche, die ich schreibe.

Raum für energetische Berührungen und Magie. 

Raum für Verbindung, die ich beim Tätowieren erfahre.

Raum für zarte, junge Sprossen, die aus alten Bäumen hervorbrechen, für Sonnenflecken im Schatten einer Erle am See im Sommer. Raum, für die braunen Halme, die sich dem Herbst der Witterung entgegenrecken, und für den Duft nach Schnee und Kerzenwachs im glitzernden Winter.

Raum dafür, die Kraft und die Vitalität, die mich die Bulimie und die Depressionen gekostet haben, vielfach zurückzugewinnen.

Alles das finde ich zwischen den buntbedruckten Papierfetzen des Visionboards und in meinem Herzen, wenn ich darüber spreche.

 

Vielleicht ist das ein Reminder für dich, daran, wer du bist und wie viel Leben in dir steckt. Und daran, dass wir manchmal nur ein paar Bilder, Worte und Symbole von dem entfernt sind, was längst da ist.

Larissa: psychologische und energetische Impulse 82234 Weßling

Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Erkunden deines Selbst, deiner Träume und Visionen und bei ihrer Verwirklichung.

Es ist sehr viel mehr möglich, als wir es manchmal denken. Deine Larissa

PS: Hat dich der Blogbeitrag inspiriert? Dann teile ihn mit Menschen, von denen du glaubst, dass er sie auch inspirieren könnte ♡

Die 2 Key-Ingredients zur Verwirklichung unserer Träume: Dranbleiben und Pausen machen

Foto einer Pflasterseinstraße als Symbol für die Wegbereitung der Selbstverwirklichung mit dem Text: Deine Träume zu verwirklichen erfordert oft Dranzubleiben und dir trotzdem Pausen zu gönnen.

Auf dem Weg zur Verwirklichung unserer Träume spielen zwei entscheidende Zutaten eine herausragende Rolle: Das kontinuierliche Dranbleiben und das bewusste Setzen von Pausen.

Leichter gesagt als getan. In diesem persönlichen Erfahrungsbericht reflektiert die Autorin über das Streben nach Erfolg, und über die kreative Überwindung von Selbstzweifeln. Dabei legt sie den Fokus auf Selbstfürsorge durch Pausen und die Balance zwischen verschiedenen Projekten.

Möge dich dieser Text inspirieren, dich selbst näher kennenzulernen, deine Bedürfnisse ernst zu nehmen und auf dich aufzupassen: ob es mehr Disziplin oder Rücksicht bedarf.

 

Endlich Durchstarten

Manchmal bin ich überfordert von all den Dingen, die nötig zu sein scheinen, um meinem Herzensweg "durchzustarten" und das mit Mehrwert für die Welt oder zumindest für ein paar Menschenherzen.

"Durchzustarten" bedeutet für mich, genug Geld zu verdienen, um davon leben zu können, mein Leben nach meinen Vorstellungen zu gestalten und gleichzeitig anderen Mut zu machen und Kraft für ihren Lebensweg zu schenken.

So wie mich wundervolle Menschen – Autoren, Künstler, Psychologen und andere Lebenskünstler – durch ihre Berufungen inspiriert und durch schwierige Phasen meines Lebens getragen haben.

Warum ich in Wirklichkeit bereits "durchgestartet" bin, erfährst du, im nächsten Post.

 

Was alles zu tun ist für die Sichtbarkeit: Instagram, YouTube oder doch Podcasten?

Nach Monaten intensiver Arbeit an meiner Website, dem Gewinn neuer Erkenntnisse, regelmäßigem Schreiben und der prägenden Zusammenarbeit mit einer wunderbaren Lektorin sowie Aus- und Fortbildungen in psychologischer und traumasensibler Beratung, Pausen, Energiearbeit und dem Üben von Tattoos an freiwilligen Modellen, stehe ich jetzt vor meiner Abschlussarbeit, und in 3 Monaten beginnt der nächste Lebensabschnitt.

Damit wird das Klopfen der Marketingpolizei an meiner Tür lauter.

Meiner inneren Marketingpolizei übrigens. Die sagt, Fräulein, jetzt müssen Sie sichtbar werden.


Das bedeutet, socializen, regelmäßiger Blogartikel schreiben und, wenn nötig, auf Instagram präsenter sein. Bis auf die Blogartikel (ohne das Wort "regelmäßig") schüttle ich nichts davon so leicht aus den Ärmeln.

Nach fast einem Jahr Pause überlege ich, wieder ein Youtube-Video hochzuladen – ein Video, das ich allerdings noch produzieren muss. Kann und will ich das gerade überhaupt?

Vielleicht doch lieber einen Podcast starten. Damit liebäugle ich seit 10 Jahren – aber irgendwie habe ich vor dem Gedanken auch Respekt.

 

Herausforderung der Selbstverwirklichung 

Herausforderungen dieser Art gibt es genug. Gedanken wie: Habe ich wirklich etwas Wichtiges zu sagen? Mehr als: „Ja, es ist möglich, seelische Heilung zu erfahren und dass sich das Leben positiv verändern kann. Ja, es werden Herausforderungen bestehen bleiben, aber unser Umgang mit ihnen kann leichter werden. Zumindest war es bei mir so, und vielleicht kann meine Geschichte auch dir Mut machen und Kraft geben für diese Entwicklung.“

Die Zweifel vernebeln meine Kreativität, fast will ich aufgeben, aber ich werde ruhig, wenn ich daran denke, wie sehr ich selbst das Hören von Podcasts liebe; es ist schön, eine vertraute Stimme zu haben und dabei neue Ideen und Wissen nebenbei aufzugreifen.

Kann es davon genug geben? Also wird das doch ein Projekt.

 

Das Projekt: endlich in unseren Träumen ankommen 

Spannend, dass auf dem Schreibtisch, an dem ich gerade den Hund meiner Familie sitte, Juli Zehs Buch "Über Menschen" liegt.

Ich habe es noch nie gelesen, bin neugierig und schlage es ausgerechnet auf der Doppelseite auf, in der es um den endlosen Kreislauf von Projekten geht (Zeh, 2022, S. 16-19). Ich blättere noch ein bisschen weiter, während ich den Text nach der Wortkette abscanne.

Steht da was von der Überzeugung oder vielleicht Hoffnung vieler Menschen, dass dieses nächste Projekt etwas so verändert, dass wir ankommen, erfüllt sind oder was auch immer den Hunger der inneren Leere oder Ruhelosigkeit stillt? Um dann festzustellen, dass bereits das nächste wichtige Projekt wartet, dass genau diese Funktion erfüllen wird. Oder eben nicht.

Wichtige Anmerkung: Das ist nur meine erste, unrecherchierte Assoziation mit dem wenigen, was ich gelesen habe. Dann MUSSTE ich an diesem Post hier weiterschreiben. Kann also gut sein, dass ich etwas Falsches in die fünf Zeilen interpretiert habe, die ich gelesen habe und Juli Zehs tatsächliche Aussage damit entstelle und aus dem Kontext reiße. Fazit: lies besser selber.

Ich persönlich liebe Projekte, sie halten meine inneren Räder in Bewegung und gleichzeitig geschmiert. Aber ja, es ist allzu leicht, sich im eigenen Getriebe zu verlieren.

Kurz vor so etwas befinde ich mich, wenn ich Überforderung spüre.

Zum Glück kann ich mittlerweile bremsen. Zum Beispiel wie heute, indem ich darüber schreibe. Mich sortiere.

Zum Glück liebe ich auch Pausen (wie kraftvoll solche Pausen sind liest du hier). Die Depression, zu einem Zeitpunkt, da mein Körper nicht mehr leben wollte, hat mich dazu gezwungen, ihren Wert voll und ganz kennenzulernen. Dazu später mehr.

Jetzt habe ich zumindest endlich eine Online-Kurssequenz zum Podcasten durchgearbeitet, einen Podcast zum Podcasten angehört, ein wenig recherchiert und mir zu Weihnachten ein Mikrofon schenken lassen – erste Schritte in die angepeilte Richtung.

 

Träume in die Realität gießen: Ein Blick hinter die Kulissen

Zurück zum „Träume in die Realität gießen“ und den Gedanken, dass das sichtbar werden und damit Marketing braucht.

Am liebsten wäre mir natürlich das gute, alte Word-of-Mouth Marketing. Trotz des positiven Feedbacks für meine Arbeit haben diese Lobeshymnen aber bisher keine neuen Interessenten für meine Angebote gebracht.

Das ist übrigens kein Jammern; Jammern tue ich zwar auch manchmal, aber das ich teile das mit dir, um dir einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren – dorthin, wo sich Gänge und Lager voller Möglichkeiten, Hürden und Erfolge befinden, das Auf und Ab der Realisierung von Träumen – meiner Träume in dem Fall.

Dabei bin ich trotz der Ängste und Zweifel, die mich immer mal wieder überkommen, meistens ziemlich sicher, dass ich stets an einem Ort landen werde, der sich gut anfühlt.

Vielleicht nur in einer anderen Form als ursprünglich gedacht.

Ich glaube, Einblicke in die Wege der Selbstverwirklichung anderer zu erhalten, hilft dabei enorm. Es zeigt, dass der eigene aktuelle Stand "normal" ist oder inspiriert dazu, vielleicht etwas zu justieren.

 

Streng dich mehr an

Muss ich mich mehr anstrengen? Ich muss manchmal an die Worte einer Freundin denken, dass, wenn ich etwas erreichen will, ich mich mal auf eine Sache fokussieren sollte, statt so vielen Projekten parallel nachzugehen und dass ich vielleicht einfach noch nicht genug getan habe, um es zu erreichen.

Glaub mir, manchmal ist da die Angst, dass das, was ich tue, wirklich nicht genug ist, um meine Ziele zu erreichen. Zum Glück kann ich sie ganz leicht verpuffen lassen, indem ich einfach weitermache.


Damals haben mich die Worte erschüttert, weil ich mir gewünscht habe, dass sie mich sieht, mich validiert, mit all dem, was ich schon geschafft habe, weil ich wirklich alles in meiner Kraft Stehende getan habe, um meine Träume zu verwirklichen. Und nebenbei auch noch – hach, das klingt so schön theatralisch – um mein Überleben gekämpft habe.

Ja, ich wünschte mir sehr, dass sie mich versteht, dass ich mehrere Dinge parallel oder zumindest in Zyklen tun muss, um meine Kreativität genährt zu halten und meinen Energiehaushalt auszuschöpfen. So bin ich effizient, ohne mich selbst auszubeuten.

Wie sich das zeigt, werde ich dir etwas später in diesem Post erzählen.

Inzwischen weiß ich, dass es nicht nur mir so geht. Aber ich musste auch einsehen, dass wir Menschen so unterschiedlich gepolt sind, dass eben nicht jeder das nachvollziehen kann.
Diese Freundin hatte trotzdem recht; es war eben noch nicht genug.

Ehrlich gesagt, haben mich ihre Worte und die Erschütterung angetrieben. Nicht im Sinne von "du bist zu faul, streng dich mehr an", sondern im Sinne von "es braucht eben noch mehr, auch wenn du schon alles gibst".

 

Noch mehr Hürden auf dem Weg der Selbstverwirklichung

Mir kam die Zeit, in der ich etwas für meine Träume getan habe, schon so lange vor. Immerhin sind es trotz meines jungen Alters bereits Jahrzehnte.

Dass die Ausrichtung von Fokus und Energie auf ein einziges Projekt vermutlich schneller Früchte trägt, macht für mich Sinn – eben dann, wenn ein Mensch mit meiner Seinsstruktur dadurch nicht in seiner Kreativität gedämpft und sämtlicher Energie abgezogen wird.

Wir sind und funktionieren divers, und umso besser wir uns selbst kennen und anerkennen, umso mehr Möglichkeiten eröffnen sich uns, selbst wenn wir damit erstmal gegen den Widerstand der „Norm“ prallen. Aber das verdient einen eigenen Post.

Die Jahrzehnte, von denen ich spreche, waren mit Hürden gespickt – Traumata und die daraus resultierende Essstörung/Sucht, begleitet von Depressionen, Angstzuständen und den weiteren herausfordernden Auswirkungen.

Vor allem jedoch Erschöpfung. Ständige Erschöpfung, die oft noch heute präsent ist, selbst nachdem ich diese Kämpfe hinter mir gelassen habe.

Dafür habe ich verdammt viel gestemmt. Und ich bin stolz darauf, sowie du zu 100% auch auf dich stolz sein kannst.

Denk mal darüber nach, wie oft du weitergegangen bist, alle Energie genutzt hast, die du hattest. Selbst wenn es nur ein Tropfen war, der im Fall verpuffte, dann wieder ein kraftvoller Fluss.

Ich lag manchmal einfach nur im Bett, starrte die Decke an und konzentrierte all meine Kraft darauf, nicht zu ertrinken.

Diese Zeit war unglaublich schmerzhaft, denn ich spürte jedes Gefühl in seiner ganzen Deutlichkeit und einem unvergleichlichen Facettenreichtum, ohne mich davon ablenken zu können.

Ich glaube, das hat mir Meilen an Heilungsdistanz erspart. Seitdem feiere ich Momente des Nichtstuns als wesentlichen Bestandteil meiner To-Do-Liste.

"Und, was hast du heute für die Erfüllung deiner Träume getan?"

"Woah, ich hab den ganzen Tag damit verbracht und nichts gemacht."

Glaub mir, das erfordert verdammt viel Disziplin, und irgendwann wird es Hingabe.

 

Eine Wegbereitung der Selbstverwirklichung

Ich stelle mir die Wegbereitung meiner Selbstverwirklichung wie das Pflastern einer langen Einfahrt vor.

Jeder Stein wird einzeln gesetzt, manchmal auch noch nachjustiert. Früher gab es immer wieder Erdbeben, die das Pflaster erschütterten, oder Erdrutsche, die es bedeckten.

Doch trotz der ständigen Schadensbegrenzung und Reparaturen ging es weiter.

Heute sind da vielleicht noch ein paar Felsbrocken oder große Bäume, um die ich herum pflastern muss. Oft kann ich ungestört vor mich hinpflastern.

Aber, uff, manchmal schnappt eben das, was ich noch vor mir habe oder besser machen müsste, über mir zusammen, und plötzlich scheint alles wieder ganz fern: das veröffentlichte Autorin sein, die Menschen inspiriert, das energetische & psychologische Türenöffnen, das Tätowieren.

 

Techniken für mehr Zuversicht

Ich habe für mich ein paar Techniken entwickelt, die diese jähe Aussichtslosigkeit und Angst überwinden – zurück in die Zuversicht.

Indem ich weitermache. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, dieses Zitat von Erich Kästner stand in großen Lettern und anstelle eines Namensschildes auf dem Pult meines Betriebswirtschaftslehre-Dozenten Herrn Dr..

Die Worte haben sich tief in mein Bewusstsein eingebrannt. Wenn ich darüber nachdenke, sind sie wohl mein persönliches Mantra.

 

Manchmal bedeutet das für mich, dranzubleiben, mich durchzubeißen, bis etwas, das unmöglich erscheint, doch geschieht.

 

Manchmal bedeutet es, Geduld aufzubringen, zu akzeptieren, dass mein Weg, in der Form, in der ich ihn beschreiten kann und will, länger dauert. Dass es viele Dinge parallel sind, die eben parallel dafür weniger schnell vorangehen.

 

Manchmal bedeutet es, die eine Sache ruhen zu lassen und stattdessen das zu tun, was gerade leicht von der Hand geht.

 

Julia Cameron legt ihren Lesern in ihrem Buch „Der Weg des Künstlers“ ans Herz, regelmäßig „Künstlertreffs“ zu machen, um den „inneren Brunnen“ zu füllen, aus dem unsere Kreativität schöpft (Cameron, 2000).

Diese Impulse waren sehr prägend und hilfreich für mich. Sie spricht von Museums- oder Kruschladenbesuchen, die die Sinne mit bunten Eindrücken füllen. Für mich ist dieser Wechsel zwischen Tätigkeiten genauso kostbar. Oft setzt das neue Energie, Inspiration und Mut frei, sodass sich die Knoten im ruhenden Projekt lösen und es auch dort wieder weitergeht.

Das ist der Grund, warum ich meine Vielfältigkeit liebe, weil sie mir diesen Switch erlaubt. Und jetzt, wo ich mir all das wieder bewusst gemacht habe, spüre ich, wie die Überforderung meiner Zuversicht weicht.

 

Außerdem habe ich einen Blogpost geschrieben. Ein Häckchen auf der To-Do-Liste. 🙂

 

Dazwischen gibt es Momente, in denen alles schon da ist.

In einer anderen Form als ausgemalt, aber mit derselben Energie und Freude, die die ausgemalte Vorstellung so kostbar gemacht hat. Wie das aussieht und sich anfühlt, erfährst du im nächsten Post.

 

Bis dahin wünsche ich dir, dass du dich selbst immer klarer siehst und deine Seele nährst. Denn das gibt Kraft und eben auch Klarsicht für den Weg in deine Träume.

 

Deine Larissa

 

 

 

Literaturverzeichnis

Cameron, J. (2000). Der Weg des Künstlers: Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität. München: Knaur MensSana TB in der Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG.

Zeh, J. (2022). Über Menschen. München: btb Verlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH.

 

Bildquelle:

Collage erstellt mit Canva/Foto via Unsplash von Anton Shakirov

Das Schneegestöber unserer Träume: eine persönliche Geschichte

Foto einer Schneekugel die von einer Hand gehalten wird als Sinnbild für die Magie und Wunder, die Schneeflocken uns in ihrer Einzigartigkeit versprechen. Dazu der Text: Wie du deine Träume verwirklichst ist einzigartig. Ein Weg voller Schneeflockenmagie.

 

Atemholen auf dem Weg zu deinen Träumen

Gemeinsam ringen wir nach Atem, während mein Herzschlag wild in meinen Ohren hämmert.

Die Welt um uns herum verstummt.

Schneeflocken gleiten sanft vom Himmel, als hätte die eisige Kälte den Raum an diesem Ort ausgedehnt und die Zeit verdrängt.

Rings um uns biegen sich die Bergflanken zu einer offenen Kuppel. Wolken verschlucken den Himmel und tauchen das Licht in einen wattigen Dunst.

Zurück bleibt das lebendige Grün der Tannen, ein smaragdfarbenes Leuchten. Die Baumleiber in tiefschwarzem Ebenholz, dazwischen nichts als Weiß. So viel Weiß.

 

Magischer Moment im Schnee - Ankommen

Während wir innehalten, verfangen sich Sterne aus Schnee im Fleece meiner Jacke. Wie perfekt sie doch aussehen. Jeder Ast, jeder Bogen, jede Spitze ist zu erkennen.

"Keine Schneeflocke gibt es ein zweites Mal", erinnere ich mich.

Wo sie zu Schneestaub zerfallen, versinken wir in ihrer Vergänglichkeit. Hüfttief mittlerweile und trotz all der Anstrengung geborgen.

 

Ab hier nimmt die Steigung des Berges rapide zu.

Der Forstweg weicht Fels und Wurzeln. Nichts davon ist noch zu sehen. Das bedeutet, wir müssen unseren Weg nicht mehr nur spuren, sondern auch selbst finden. Intuitiv und mit Verstand.

Bevor es in die nächste Etappe geht, sauge ich den Anblick tief ein. Das Bild versinkt in mir, verfängt sich in meinem Geist und lässt mich nicht mehr los.

 

In der Nacht durchstreife ich in Gedanken immer wieder diesen Wald, falle in den Schnee vor den Felsen, getragen von eisiger Kälte und tiefster Ruhe. Der letzte steile Anstieg erhebt sich vor mir, zieht mich an wie ein magnetischer Sog.

Wie ein Herbstblatt in einem gefrorenen Spinnennetz klebe ich an der Stille, regungslos. Erfüllt von Frieden. Von Dankbarkeit. Angekommen.

 

Vom Traum zur Idee: Ein Weg durch das Schneegestöber des Lebens

Als ich am nächsten Tag eine heiße Badewanne einlaufen lasse und dazu Anjas Niekerkens Launch-Webinar zum Start ihres Onlinekurses "Von der Idee zum Sachbuch" anschalte, sinke ich einmal mehr in den verschneiten Wald unter dem Leonhardstein-Gipfel.

 

Auf einmal wird mir bewusst, wie viel Schnee in den letzten Monaten durch mein Inneres gewirbelt ist.

Während ich Anjas Stimme lausche, setzt er sich.

 

Von der Idee zum Sachbuch.

 

Eine einzige Flocke tanzt noch durch meinen Geist, legt sich vor meinem inneren Auge auf meine Hand.

Wie lange habe ich versucht, diese Schneeflocke inmitten des Gestöbers zu finden.

 

In den letzten Monaten fügten sich Puzzleteile meiner Suche zusammen – das Tätowieren, das Leinwandmalen, die Wiederaufnahme eines meiner Fantasyromane, das Ankommen an einem Ort, Freundschaften und Liebe.

Doch diese große Geschichte meines Lebens blieb ein hohler Fleck.

 

Ich habe immer gesagt, wenn ich gesund werde, werde ich darüberschreiben. Um Menschen, die danach suchen, zu sagen, dass es möglich ist. Gesund zu werden. Und im Grunde habe ich es immer wieder getan. Es hat sich niemals vollständig angefühlt.

 

Da waren zu viele Möglichkeiten und in mir zu wenig Vorstellungskraft für eine Form, die nicht nur mich erfüllte, sondern eben andere  dich  berührt.

 

Ein Sachbuch. Eine Geschichte. 

 

Hunderte Male habe ich diesen Gedanken geformt, und jedes Mal schmolz er zwischen meinen Fingern.

Ich wusste nicht wie. Nicht in welcher Form das möglich sein sollte.

 

Wenn Puzzlestücke an ihren Platz fallen

Nun glitzert die Schneeflocke kraftvoll in meiner Hand – das Herz des Puzzlestücks, das mir fehlte.

Das "Wie" hat eine Kontur bekommen. Meine Ausbildungen in den letzten Jahren haben aus meiner Lebensgeschichte die Masse dafür geformt.

 

Ein Sachbuch. Eine Geschichte. Nicht über jedes Detail, das mein Herz erfüllt, sondern über Thema, für das ich am meisten leuchte. Das Thema bei dem ich wirklich weiß, wovon ich spreche. Das Thema, das vielleicht zwischen dir und deinem Leuchten steht.

 

Das Loch im Gesamtbild ist mit ihr noch nicht vollständig gefüllt, aber alles in mir kribbelt, weil ich weiß, dass es gefüllt werden wird.

 

In ein paar Monaten wird hier stehen, was dieses Thema ist – wenn du es nicht längst erahnst. Ich freue mich jedenfalls schon jetzt, wenn es dich dann wirklich berührt und dich zu deinem Leuchten führt.

 

Bis dahin begleite ich dich gerne auf anderen Wegen dorthin:

 

 

Bildquelle Titelbild: Collage erstellt mit Canva/Foto via Unsplash von N. Ellladee

Über den Zauber des Herbsts und Dinge, die außerhalb unserer Kontrolle liegen

künstlerisches Foto, dass einen herbstlichen Hohlweg zeigt mit dem Text: Über den Herbst, 
die Oktobereclipse und Dinge, die außerhalb unserer Kontrolle liegen und darüber, sich dem was ist hinzugeben

Hingabe für das, was wir nicht kontrollieren können

Orange, rot und gold. Der Herbstwind peitscht Schwärme an bunt gefärbten Blättern über den grauen Asphalt, hebt sie in die Luft und lässt sie wie Vögel fliegen.

Wie aufgewirbelte Erinnerungen, wie Träume und vergangene Gedanken, die aus den Fenstern eines Luftzuges hinaus zum Abschied winken.

Bei der Mondeklipse am 14.11.2023 ging es darum, dass Dinge passieren können, die außerhalb unserer Kontrolle liegen und darum sich dem, was ist, hinzugeben.

Durch die Waage-Wieder-Achse lag ein Schwerpunkt auf dem Thema Beziehungen -romantisch oder freundschaftlich.

Ich habe das gefühlt. Fühle aber auch, dass meine Beziehung zum Leben, zur Welt, zu meinen Wünschen und Vorstellungen und jetzt gerade ganz besonders zu den Jahreszeiten mit genau diesen Themen berührt.

Herbstliche Geborgenheit

Als kleines Kind bis ins frühe erwachsene Alter war der Herbst meine kuschelige Höhle der Geborgenheit: Kürbissuppe in und eine Wärmflasche auf meinem Bauch, von meiner Oma gestrickte Wollsocken, der Geruch von neuen Büchern, deren Geschichten sich wie tiefverbundene Freunde mit mir in der Höhle tummelten. 

Hingabe für das, was wir nicht kontrollieren können

Orange, rot und gold. Der Herbstwind peitscht Schwärme an bunt gefärbten Blättern über den grauen Asphalt, hebt sie in die Luft und lässt sie wie Vögel fliegen.

Wie aufgewirbelte Erinnerungen, wie Träume und vergangene Gedanken, die aus den Fenstern eines Luftzuges hinaus zum Abschied winken.

Bei der Mondeklipse am 14.11.2023 ging es darum, dass Dinge passieren können, die außerhalb unserer Kontrolle liegen und darum sich dem, was ist, hinzugeben.

Durch die Waage-Wieder-Achse lag ein Schwerpunkt auf dem Thema Beziehungen -romantisch oder freundschaftlich.

Ich habe das gefühlt. Fühle aber auch, dass meine Beziehung zum Leben, zur Welt, zu meinen Wünschen und Vorstellungen und jetzt gerade ganz besonders zu den Jahreszeiten mit genau diesen Themen berührt.

Herbstliche Geborgenheit

Als kleines Kind bis ins frühe erwachsene Alter war der Herbst meine kuschelige Höhle der Geborgenheit: Kürbissuppe in und eine Wärmflasche auf meinem Bauch, von meiner Oma gestrickte Wollsocken, der Geruch von neuen Büchern, deren Geschichten sich wie tiefverbundene Freunde mit mir in der Höhle tummelten. 

Draußen, vorm Fenster Bäume, die sich im Sturm biegen, so wie drinnen die Flammen der knisternden Kerzen auf dem Fensterbrett.

Ich träumte vom Zimmer im Dachboden, wo ich dem Wind noch so viel näher wäre, und von den magischen Schwingen einer Rieseneule, die dort auf mich wartete, um sich nachts mit mir den Sternen entgegen zu schwingen.

Die Magie des Herbstes bescherte mir Träume und überbordende Ideen

In diesen Tagen sprudelte meine Phantasie noch viel brodelnder als sonst ohnehin schon.

Eine Idee nach der anderen purzelte zwischen die Seiten meiner Ideenbüchlein und schließlich über die Tasten meines PCs in neue Dateien.

In diesen Tagen habe ich mich sicher gefühlt, geschützt hinter Schals, dicken Jacken und Gummistiefeln und umgeben von Freunden aus Tinte, die mich niemals im Stich ließen und mit deren Hilfe ich Brücken errichten konnte zu meinen Träumen: von Freunden aus Fleisch und Blut, die meine Freude an Hexendingen, phantastischen Büchern, tiefgründigen Gedanken, der Kunst und der Natur teilen, aber vor allem von der Liebe und einer eigenen kleinen Familie mit Partner und 8 Pfoten.

Und natürlich malte meine Seele Bilder von Büchern mit meinem Namen darauf in den Buchhandlungen.

Kaum etwas anders schien mir wichtig.

Und kaum zu einer anderen Jahreszeit schien mir die Verwirklichung dieser Träume so möglich.

Der Wandel der Zeit und der Schmerz fehlender Kontrolle

Später brachte der Herbst Schleier aus Schatten, die unter mir aus dem Boden stiegen, mich umwoben und sich enger und enger zogen, bis die Dunkelheit auch in meinen Kopf und von dort in meinen Körper sickerte.

Ich sah die bunten Farben noch immer, spürte einen Hauch Wärme beim Anblick von Kerzenlicht, Hoffnung beim Duft der Herbststürme, aber die Stürme verloren an Kraft und damit ihre Magie.

Tinte war nichts mehr weiter als eine schmerzende Substanz, die mich solange in Welten gewähnt hatte, die niemals zu den meinen wurden, egal, wie sehr ich mich danach sehnte und anstrengte.

Das Zimmer im Dach wurde erst zwei Jahrzehnte später ausgebaut und blieb leer, bis vor einigen Wochen.

Es wird jetzt für jemand anderen zum Hort der Träume. So wie so vieles ganz anders wurde, als ich es mir in meiner Höhle im Herbst ausgemalt habe.

Ich habe noch immer kein Buch veröffentlicht, das die Herzen anderer mit der Wärme und Zuversicht einer guten Kürbissuppe füllt.

Ich bin weder verheiratet, noch lebe ich mit meinem Partner zusammen, so wie ich es mir immer gewünscht habe.

Andere Schätze, die sich zwischen alte Träume drängen

Oh, ich hatte gedacht, viel mehr Einfluss auf diese Träume nehmen zu können, und habe gleichzeitig viele andere unerwartete Schätze entdeckt.

Manche Träume sind verstaubt und schließlich verblasst: Keine Katze streift um meine Beine und kein Hund wartet darauf, dass ich mit ihm durch Regen und durch Wälder streife.

Ich liebe Tiere noch immer, aber meine Liebe, so viel es geht draußen zu sein und draußen zu schlafen, würde einem Haustier jetzt nicht gerecht.

Gleichgesinnte habe ich gefunden und ich schreibe noch immer, ich male, ich arbeite mit Energie (die kleine Hexe in mir liebt‘s), wenn auch nicht in dem Umfang, wie ich glaubte, es zu diesem Zeitpunkt zu tun, und Tinte fließt auf neuen Wegen in meinem Leben.

Jetzt gerade, während diese Erinnerungen an mir vorbeiziehen, spüre ich, dass es nicht nur Erinnerungen sind.

Illustration eines Eichhörnchens und Waldpflanzen von Llichtermeer und die Worte: Herbst und Eclipse - Gedanken

Rückkehr zum Verlorengeglaubten mit neuem Mut

Heute Nacht hat mich das Rauschen eines Herbststurms geweckt, die Nacht hat wieder nach Geschichten geschmeckt.

Der Herbst riecht wieder nach Magie, nach Fülle und nach „nur noch ein bisschen Geduld“ – für was auch immer. Es lohnt sich.

Vielleicht kaufe ich mir in den nächsten Tagen ein neues Buch und bereits jetzt flackern wieder Kerzen, während eine Kürbissuppe auf dem Ofen blubbert und Pilze in der Pfanne rösten.

Nicht alles ist so, wie ich es mir ausgemalt habe, aber ich bin zufrieden, arbeite weiter an meinen Träumen und bin gespannt, welche Wege das Leben für mich formt.

Möge die Herbstmagie dich mit Ideen, Mut und Geborgenheit füllen – besonders in den Momenten, in denen Dinge passieren, die sich deiner Kontrolle entziehen.

Da sind immer Wandeln und neue Hoffnung. Deine Larissa

Rückkehr zum Verlorengeglaubten mit neuem Mut

Heute Nacht hat mich das Rauschen eines Herbststurms geweckt, die Nacht hat wieder nach Geschichten geschmeckt.

Der Herbst riecht wieder nach Magie, nach Fülle und nach „nur noch ein bisschen Geduld“ – für was auch immer. Es lohnt sich.

Vielleicht kaufe ich mir in den nächsten Tagen ein neues Buch und bereits jetzt flackern wieder Kerzen, während eine Kürbissuppe auf dem Ofen blubbert und Pilze in der Pfanne rösten.

Nicht alles ist so, wie ich es mir ausgemalt habe, aber ich bin zufrieden, arbeite weiter an meinen Träumen und bin gespannt, welche Wege das Leben für mich formt.

Möge die Herbstmagie dich mit Ideen, Mut und Geborgenheit füllen – besonders in den Momenten, in denen Dinge passieren, die sich deiner Kontrolle entziehen.

Da sind immer Wandeln und neue Hoffnung. Deine Larissa

Was verbindest du mit dem Herbst? Und hast du das Gefühl, die Eklipse-Energie zu spüren? Teile es gerne in den Kommentaren.

 

Bildquelle Titelbild: Collage erstellt mit Canva/Foto Lilkar von Getty Images via Canva

Abschlussbild: Collage via Canva/ Illustration und Text von Larissa Leona/Llichtermeer Hintergrunddesign von Anna Subbotina.

Mondbaden und andere Glücksmomente

Foto eines Vollmondes, dessen Schimmer sich auf der nassen Straße spiegelt und den Worten: Mondbaden und andere magische Momente, die glücklich machen

Magie & Mondbaden

Wusstest du, dass Mondbaden ein Ding ist?

Die MSN-Headlines, die mir entgegenprasseln, sobald ich mein E-Mail-Konto schließe, sagen das zumindest.

(Die sagen grundsätzlich sehr viel und nähren mich mit diskussionsfähigem Halbwissen und noch mehr bedenklichen Halbinformationen - sowas wie: Meghan und Harry, das große Ehe-Aus:

Ehe-Aus der Cousine siebten Grades einer Freundin des Freundes von Harrys Chauffeur, wie sich herausstellt, wenn ich ausnahmsweise weiterlese).

Glücksmomente, Magie und Mondbaden

Wusstest du, dass Mondbaden ein Ding ist?

Die MSN-Headlines, die mir entgegenprasseln, sobald ich mein E-Mail-Konto schließe, sagen das zumindest. (Die sagen grundsätzlich sehr viel und nähren mich mit diskussionsfähigem Halbwissen und noch mehr bedenklichen Halbinformationen - sowas wie: Meghan und Harry, das große Ehe-Aus: Ehe-Aus der Cousine siebten Grades einer Freundin des Freundes von Harrys Chauffeur, wie sich herausstellt, wenn ich ausnahmsweise weiterlese).

Was das Mondbaden betrifft, habe ich nicht weitergelesen, obwohl mich der Mond und seine Wirkkraft definitiv mehr interessieren als Klatschzeilen (wobei, wenn ich ehrlich zu mir und euch bin, finde ich die Star-News-Headline eigentlich schon sehr [ent]spannend...).

Die Mondbaden-Headline ging etwa so: "Das neue Beautygeheimnis von Kim Kardashian (oder war es Madonna? Ich weiß es nicht mehr) und Co. oder welche Stars dem Mondbade-Beauty-Trend folgen.

In dem Augenblick habe ich mir gedacht: Das ist also wirklich ein Ding.

Wundert mich nicht, Mondlicht auf der Haut und ganz besonders beim Piiimachen auf dem Allerwertesten, das ist ein besonders erhebendes Gefühl und was der Seele gut tut, lässt uns strahlen, oder nicht?! So oder so: es fühlt sich definitiv magisch an.

Was das Mondbaden betrifft, habe ich nicht weitergelesen, obwohl mich der Mond und seine Wirkkraft definitiv mehr interessieren als Klatschzeilen (wobei, wenn ich ehrlich zu mir und euch bin, finde ich die Star-News-Headline eigentlich schon sehr [ent]spannend...).

Die Mondbaden-Headline ging etwa so: "Das neue Beautygeheimnis von Kim Kardashian (oder war es Madonna? Ich weiß es nicht mehr) und Co. oder welche Stars dem Mondbade-Beauty-Trend folgen.

In dem Augenblick habe ich mir gedacht: Das ist also wirklich ein Ding.

Wundert mich nicht, Mondlicht auf der Haut und ganz besonders beim Piiimachen auf dem Allerwertesten, das ist ein besonders erhebendes Gefühl und was der Seele gut tut, lässt uns strahlen, oder nicht?! Und das Gefühl ist definitiv magisch.

Sternenglück

Die Sterne und den Mond zu spüren ist eine meiner liebsten Erfahrungen und von diesen magischen Glücksmomenten gibt es aber viele weitere, wenn es um Nächte im Freien geht.

Gestern war wieder so eine Nacht im Mond. und Sternenlicht. Ich war besonders glücklich, weil ich mir endlich eine Überdecke für den Schlafsack gegönnt habe. Jetzt ist im Dunst der Nacht zu schlafen, nicht mehr gleichgesetzt mit Wasser, das meinen Schlafsack durchdringt und sich als kalte Suppe unter mir sammelt.

Die Überdecke ist wie eine portable, formbare Höhle, aus der ich nur mit dem Gesicht oder auch mal einem Arm hervorlugen kann, um etwas von der Kälte und dem Nass zu spüren und es trotzdem kuschelig zu haben. Und natürlich kann ich so selbst bei Frost und leichtem Regen direkt in den Himmel schauen. Ich liebe das und ich liebe meine Überdecke.

Gestern Nacht war dabei dieses Gefühl, wie damals, als ich mit meinem Papa auf das Dach des abgedankten Toyotas in unserem Garten geklettert bin, um zusammen die Sterne zu zählen. Absoluter innerer Frieden und das Gefühl, alles ist gut.
Ein so kleiner Moment, der so viel Dankbarkeit auslöst. So viel Geborgenheit.
Mir ist bewusst, es gibt viel zu viele, die diesen Gefühlen so fern sind, und viele, die Dankbarkeit finden, obwohl es so wenig Geborgenheit in ihrem Leben gibt.

Das sollte gar kein politischer Post werden, diese Zeilen sind da reingerutscht und bleiben stehen, denn wenn ich über meine Freude schreibe, empfinde ich Verantwortung darüber, diese Gefühle auch für andere wachsen zu lassen.

Es ist kein neuer Gedanke, sondern eine Erinnerung: Für jede Freude, die ich/wir erleben, können wir jemanden anderen eine Freude machen.
Vielleicht gerade so jemanden, der wenig Geborgenheit/Freude in seinem Leben erfährt. Das ist sicher nicht genug, aber etwas.

Und vielleicht tut es der Welt auch gut, wenn wir unsere eigene Dankbarkeit und Freude nähren, indem wir die Geschenke des Lebens mehr zelebrieren.
Geschenke, wie volle Tage und Nächte im Freien, es beispielsweise für mich sind.

Deshalb, teile ich das mit euch, als Ode an
die Farben, die der Himmel über den Lauf der Zeit hinweg bereithält.

An die Spiegelungen von Licht auf dem Wasser, ein Schatz, der kommt und geht und wieder kommt.

An das Atmen(können) frischer Luft.

An die Seelen der Pflanzen, die obwohl wir Menschen sie im Zaum halten, unterdrücken, in Form zwingen ... so viel Kraft, Schönheit, Inspiration mit uns teilen, uns nähren ...

Als ich heute Morgen aufgewacht bin, war die neue Überdecke schwer vom Wasser. Und das Wasser war im Orangegelb der Morgensonne ein weiterer Sternenhimmel, der auf mir gefunkelt hat.

Deine Glücksmomente

Vielleicht hast du Lust, heute über deinen eigenen Sternenhimmel –  dein Glück –  nachzudenken, zu sprechen oder ihm selbst Ausdruck und Geltung zu verleihen? Oder für jemand anderen einen Stern an dessen/deren Himmel zu setzen.

Mehr über solche "Marmeladenglasmomente"  Momente, die es sich zu sammeln und aufzubewahren lohnt, findest du hier:

Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Hinschauen, Hinhören und Sammeln. Deine Larissa

Bildquelle Titelbild: Collage erstellt mit Canva/Foto Javardh via Unsplash

Toxische Positivität vs ehrliches Mutmachen

Foto einer Allee im Nebel als Symbol für Unklarheit bezüglich toxischer Positivität und ehrlichem Mutmachen

Bin ich toxisch positiv?

Ich habe in den letzten Wochen, nachdem ich ein Interview über toxische Positivität (insbesondere auch in der Coaching- und spirituellen Bubble) gelesen habe, und daraufhin mehr zu dem Thema, lange über den Gedanken gebrütet, was das für mich bedeutet.

Warum?

Ganz ehrlich:

1. Weil ich Angst hatte, dazugezählt werden zu können und defintiv nicht toxisch positiv sein will.

Und dann …

2. Weil ich z.B. missbräuchlichen Umgang mit Hoffnungsfunken und Ängsten durchaus schon begegnet bin und dafür durchaus eine Achtsamkeit geschaffen werden darf

3. Weil entsprechende Werte, Wissen und die Auseinandersetzung mit dem Thema „toxische Positivität“ etwas sind, das Fenster auf Perspektiven öffnet, die viele von uns noch aufstoßen dürfen.

Und 4., weil die Linie zwischen ehrlich Bestärken und Mut machen, oder destruktiven Druck/Hoffnungen aufbauen, manchmal vielleicht unklar verläuft.

5. Ich wollte meinen eigenen Fensterblick prüfen und das, was ich in die Welt bringe, genauso.

 

Mit positiver Fürsprache Mutmachen

Als ich 17 war, vor 18 Jahren, habe ich mir geschworen – sobald ich meinem eigenen Drama entkommen wäre, Menschen dabei zu unterstützen, ihr Selbstbewusstsein, ihre innere Kraft und ihren Mut zu bestärken, ihren Weg zu finden und Lebensfreude zu erleben. Lies hier mehr.

Für mich hat das viel mit Selbstverwirklichung zu tun, aber auch mit Reframing von Sichtweisen, Wissensaneignung (Verständnis für sich selbst und andere: Warum handle ich so, zum Beispiel auch aus Sicht des Nervensystems, der Biochemie, erlernten Beziehungsstilen oder durch von Generationen auf Generation übertragenes Trauma …) und natürlich einer gesunden Selbstfürsorge – in dem Maß, wie sie für den/die einzelne*n möglich sind.

 

Die Hacken am gutgemeinten Zuspruch

Dass dieses Maß möglicher Selbstfürsorge und vor allem Selbstverwirklichung an Herkunft und Ausgangssituation (und viele andere Faktoren) gebunden ist, ist mir klar. Auch dass sich Träume verändern können und dass sie loszulassen, manchmal genauso viel Mut verlangt, wie sie zu verfolgen. Selbst das ein bewusster Check, der Umsetzbarkeit von Träumen, durchaus Sinn macht. 

Und doch weiß ich, wie kostbar Worte wie „Du schaffst das“ oder „Das ist möglich“ sein können – gerade, wenn eine bessere Realität sehr fern scheint/ist.

Dann gibt es auch gut gemeinte Mutmacher, die im Gegenüber statt Zuversicht ein Gefühl des „Nicht-Verstanden-oder-Gesehen-Werdens“ oder Versagensängste schüren (zum Beispiel: „Ich bin also ein Versager, weil der/die hat es geschafft und ich nicht.“).

 

Das Gegenstück zur toxischen Positivität: In "Vernunft" gekleidetes Kleinmachen

Ich komme von der anderen Seite, dem Gegenstück der „toxischen Positivität“, sozusagen, nämlich einer vielleicht als „Rationalismus“ oder „Vernunft“ getarntes Kleinmachen.

Mir haben in den meisten Jahren meines Lebens Menschen gefehlt, die an mich oder das, was für mich Freude bedeutet hat, geglaubt haben (aus Schutz oder eigenen Ängsten oder auch Unwissenheit – heute werde ich dafür umso öfter bestärkt, auch von denen, die früher an meinen Wegen gezweifelt haben).

Ich bin aufgewachsen mit einer starken (liebevoll gemeinten, aber begrenzenden) Vorsicht und „das Leben ist nun mal kein Ponyhof“-Phrasen.

Schon als Kind hatte ich mit Depressionen zu kämpfen (ohne natürlich zu wissen, dass es das gibt), und mit siebzehn bin ich schwer bulimisch geworden. Ich habe nicht daran geglaubt, älter als 20 zu werden, und ich war allein damit (weil wen hätte ich mit sowas belasten dürfen – so dachte ich).

Als ich trotzdem professionelle Hilfe gesucht habe, verdammt beschämt und mit kaum einer Spur Selbstbewusstsein, war eine der ersten Aussagen, mit denen ich konfrontiert wurde: „Du kannst nicht gesund werden. Deine Sucht wird immer da sein!“, dasselbe wurde mir über jeden einzelnen meiner Träume (die mich damals am Leben hielten) gesagt: „Von etwas Künstlerischem oder der Schriftstellerei zu leben ist nicht möglich, du musst einen vernünftigen Job machen.“

Und sicherlich habe ich irgendwann angefangen, Aussagen, die vielleicht ganz anders gemeint waren, genau auf diese, mich-niederbrechende Weise zu hören.

Diese Stimmen haben mich tief getroffen und gleichzeitig konnte ich mir nicht erlauben, sie einfach so hinzunehmen.

 

Die Kraft der Hoffnung und einer positiven Sicht

Gesundete Süchtige kannte ich hingegen tatsächlich nicht, aber zumindest wusste ich um Menschen, die von einer Form der Kunst lebten. Nur, sich vorzustellen, einer von diesen zu werden, war ja wohl naiv – so sagte man mir.

Ich habe mir diese Vorstellung trotzdem immer wieder erlaubt, und in diesen Momenten hatte ich Kraft.

In diesen Momenten lichteten sich die Schatten der Depression und der Suchtdruck wurde weniger.

 

Herausforderungen und Ängste, die Hoffnung fressen

Aber dann waren da die Herausforderungen meines Lebens und Erlebens und der Kampf mit der Sucht, der mir wie eine Hölle erschien an jedem einzelnen Tag, und mich so viel Kraft kostete, dass meine Selbstzweifel und Ängste, wieder stärker wurden als meine Zuversicht.

Mit der Perspektivenlosigkeit wuchs der Wunsch, jemand anderes als meine Hoffnung würde mir sagen: Natürlich ist das (Träume/Heilung/besseres Leben) möglich. Auch wenn es Kraft, Zeit und Geduld kostet, Rückschläge und mehr.

 

Warum es sich Hoffnung lohnt und Lebensglück nicht vollkommen sein muss, um vollkommen zu sein

Heute bin ich bulimie-/suchtfrei. Ich bin also der Beweis, den ich mir gewünscht habe. Ich passe auf mich auf, ernähre mich überwiegend (nicht immer, was sich auch gesund anfühlt) und gerne gesund und habe auch keinen Suchtersatz. Das brauche ich nicht mehr.

Die Depression besucht mich manchmal noch als hauchdünner Schatten, wenn es darum geht, meinen Weg wieder nach meiner Seele auszurichten oder belastende Umstände in meinem Leben als solche anzuerkennen und ihnen heilsam zu begegnen.

Ich spüre „normale“ Trauer oder Wut, wenn sich etwas mir Wichtiges als schwieriger gestaltet, als gedacht – nur weiß ich jetzt, wie ich das und auch die Depressionsschatten handle und ziemlich schnell überwinde.

Jetzt, mit Mitte dreißig, hole ich das nach, was manch andere in ihren 20ern (beruflich, sozial und finanziell) in die Wege geleitet haben. Manchmal ist das nicht leicht, so am Anfang zu stehen. Manchmal macht mich auch das wütend – all die verlorene Zeit, das neuerliche „so viel Kraft-Aufbringen müssen“, wo es doch eh schon so schwer war.

Ja, ich beginne gerade erst, meine Träume zu leben. Hier und da holpert es, gerade erst letzte Woche musste ich mich von einer Version eines Traums – mit meinen Tätowierfreunden zusammen zu arbeiten – erstmal verabschieden (who knows was noch kommt), aber ich bin auf dem Weg, Etappenziele sind erreicht.

Ich durfte mit dem Großteil der Themen meiner Vergangenheit: Beziehungen und Ereignissen Frieden schließen. Manches auch aus einem neuen Blickwinkel ganz anders (positiver) erleben. Mein Nervensystem reguliert sich in immer größeren Schritten, ich habe immer noch, sehr selten, Intrusionen, komme damit gut klar und bin hypervigilant. Ich heile mehr und mehr dieser Spuren. Aber vor allem ist da nun oft Leichtigkeit. Zwischen dem, was ist, und dem, was war, liegt ein Weltenunterschied. Dieser Unterschied ist für mich wie ein Wunder und doch Realität.

Collage mit Foto von rosa Glitzerstruktur, davor Linienzeichnung einer Nymphe, die einen Schmetterling in der Hand hält und der Text: Toxische Positivität vs ehrliches Mutmachen. illsutartion by Larissa Leuenberger

Wo sich ehrliches Mutmachen von toxischer Positivität abgrenzt

Trotzdem – da draußen gibt es sehr schreckliche Schicksale, die mir erspart blieben, Hürden, die sich meiner Vorstellungskraft entziehen und das will ich nicht ignorieren, wenn ich mit meiner Botschaft „Heilung ist möglich und wir können weit mehr Träume verwirklichen, als wir es vielleicht glauben; Lebensfreude ist möglich“, in die Welt trage.

Und da frage ich mich, wie kann ich das tun: Der Mensch sein, den ich damals gebraucht habe, ohne destruktiv mit diesen optimistischen Aussagen zu wirken, eben ohne toxische Positivität? Mit Ehrlichkeit, denke ich mir dann: Etwas zu sagen, das man wirklich erlebt, kann das toxisch sein?

Und dann gibt es da noch diese andere Sache: mir bewusst zu bleiben, dass jeder Weg sehr individuell ist. Dass meine Lösungen nicht unbedingt deine Lösungen sind und dir das auch so zu sagen.

Und schließlich, dass – auf welche Weise auch immer – jeder von uns, der „besser“ dasteht, etwas dafür tun kann, denen zu helfen, die es nicht tun. Wie, weiß ich auch nicht immer, aber ich weiß, dass ich mich damit auseinandersetze, um es - im Rahmen meiner Kapazitäten – zu tun.

Was denkst du?

Bildquelle Titelbild: Collage erstellt mit Canva/Foto RealAKP  via pixabay

Bildcollage "wie können wir stützen uns statt stürzen?"  erstellt mit Canva/Hintergrundfoto aus dem Canva-Fundus/llustration und Text by Larissa Leona/Llichtermeer

Little by little: Aus der emotionalen Erschöpfung in die Kraft – Teil 2

Foto trockener, sandiger Erde als Symbol für ein Burnout, dazu der Text:

Little by little: Aus der emotionalen Erschöpfung hinein deine Lebensträume - ein Erfahrungsbericht*

Das Gras ist verdorrt. Die Erde wie Asche. So stark meine Zuversicht für meine beruflichen Perspektiven und meine Lebensträume war, so schnell ist sie verbrannt.

Überhaupt frage ich mich, was von meinen Träumen übrig ist. Von mir.

Vor ein paar Wochen saß ich völlig ausgebrannt an einem Flussufer, habe meine Füße in feuchte Erde gebohrt und meine Augen in sattem Grün gebadet.

Die Natur ist durch meine Sohlen in meinen Körper gestiegen, hat mich abgeholt, getragen, aufgerichtet.

Ich habe mich frisch aufgeladen selbst mit Quantenenergie unterstützt, einen Marketingkurs für Solo-Selbstständige gebucht und durchgearbeitet, jeden Tag an meiner Website gebastelt, Blogposts geschrieben, um mehr Reichweite zu generieren (und weil ich es liebe zu schreiben), eines meiner Buchprojekte weiter überarbeitet und die Linien und Farbkleckse, die seit Monaten wie vergessen auf ihrer Leinwand verstauben, endlich miteinander verbunden.

Dazu die Ausbildung zur Trauma-Therapeutin, die wesentlich mehr Raum und Energie braucht als ich es dachte.

*Warum ein Erfahrungsbericht?  Weil du nicht allein bist!

Little by little und doch ziemlich viel auf einmal. Und das immer wieder.

 

Selbstannahme und Erkenntnisse die heilen

"Entscheide dich halt für eine Sache" – Manchmal geht das, aber dauerhaft nur ein Thema zu verfolgen, brennt Löcher in mein Herz.

Ich kann Spiralen fahren, den Fokus switchen, aber all diese Dinge sind wichtig für mich und brauchen ihre Zuwendung und ihren Platz.

Das anzuerkennen ist Selbstachtung und ist/war ein wichtiger Teil meiner Heilung.

Überhaupt lerne ich immer mehr über die Veränderungen, die chronische Traumatisierungen im Körper hinterlassen. Ich bin froh, immer mehr Quellen zu finden, die erklären, dass eine lange Nachhallzeit des Erlebten normal ist.

Dass es normal ist, auch wenn jetzt „alles gut“ ist besonders erschöpft zu sein, dass es normal ist, auch Jahre später und wenn man sich stabil fühlt von plötzlichen Angstzuständen überrollt zu werden. Das der Gedanke: wo ich jetzt sein könnte, wäre ich nicht so viele Jahre schwer krank gewesen, auftauchen darf, obwohl das nach vorne schauen wichtig bleibt.

All das weiß ich. All das lerne ich trotzdem erst.

Ich sorge für mich. Überforderung – wie zum Beispiel mit Bemühungen, die „verlorene Zeit“ schnellst möglich aufzuholen, ist dem Heilbleiben natürlich wenig zuträglich.

Ich hätte besser aufpassen müssen und das werde ich in Zukunft. Gleichzeitig handele ich grundsätzlich im Sinne meines Lebensglückes und immerhin reagiere ich jetzt schnell, wenn eine Flutwelle kommt.

Denn sie werden weiterhin kommen, manchmal zu viele auf einmal (und trotzdem ist da nicht mehr ansatzweise der Schmerz oder das Drama meines vergangen Lebens und trotzdem ist da Heilung!)

 

Selbstzweifel, die Lebensfreude schlucken

Das Leben holperte, ein bisschen Hormonchaos, ein paar schlaflose Nächte da, ein paar Enttäuschungen hier, und weil ich längst nicht in meiner vollen Kraft war, strauchelte ich in diesen Löchern und fiel schließlich in eines hinein. Schwupps, die Erschöpfung war zurück und mit ihr eine satte Portion Selbstzweifel.

Nix ging mehr. Dann also eine Pause möglich machen, obwohl Nichts zutun bei all meinen Plänen und der drängenden Zeit unmöglich schien. Ich hab's einfach gemacht.

Jetzt sitze ich wieder an einem Ufer. Ein anderer Ort. Ein anderes Land. Über mir schlummern hohe Pappeln, doch statt satten Klee und Lupinen, wie sie mich das letzte Mal umgaben, gibt es hier vor allem Staub.

Der Fluss fließt sanft, sein Wasser ist heute grau, die Luft diesig. Gut, der Staub ist in Wirklichkeit Sand. Sand, von dem ich, als die Erschöpfung mich das letzte Mal so niedergedrungen hat, geträumt habe.

Draußen sein, am Wasser, Sand auf der Haut, das sind lauter Lichter in meinem Meer der Lebensfreude. Trotzdem nagt seit gestern wieder das an mir, was ich vor ein paar Tagen zuhause zurückgelassen hatte: meine verlorene Zuversicht.

Mir gehen die Ideen aus. An dieser Stelle stand ich schon oft. Dann habe ich doch ein Rädchen gefunden, es gedreht und meinen Lebensweg geölt. So wie mit dem Marketingkurs für meine Selbstständigkeit. Oder dem professionellen Lektorat für mein Autorinnenweg.

Oder der Ausbildung zur integralen und systemischen Trauma-Therapeutin, durch die ich meiner energetischen Arbeit psychologisch stützen will.

Oder noch viel früher: die Tätowier-Ausbildung.

Ich tätowiere nicht. Sollte ja nur eine Brücke sein, um dahin zu kommen, wo ich hinkommen will. Aber loslassen tut es mich auch nicht, das Tätowieren. Ich hab’s nicht geschafft Tätowiererin zu werden (dazu mehr in einem anderen Beitrag). Bis jetzt.

Ich bin glücklich und gleichzeitig voll von dem Gefühl versagt zu haben. Ständig zu versagen.

 

Kleine Bewegungen um die Erschöpfung zu überwinden

Mein Kopf weiß, dass das nicht stimmt. Ich habe verdammt viel geschafft. Und in Teilen lebe ich meine Träume bereits.

Für 15 Jahre schwere Suchtkrankheit (heute überwunden ^^) und einer Depression (kaum mehr existent), die noch viel weiter in die Kindheit wurzelt, dafür stehe ich heute wirklich gut da. Wie gesagt: danke für das, was ich eigentlich immer wusste und jetzt über Trauma lerne/bestätigt bekomme.

Daneben bleibt die Erschöpfung und der Blick auf den Weg, der vor mir liegt, dämpfen das Positive manchmal.

Die Pause am Ufer des Flusses war wichtig, aber dieses gedimmte Licht auf mein Leben, droht mit einem Leben, dass ich nicht leben will.

Ich will, dass es weitergeht. Zurück zu meinem Sinn, meinem Frieden, meiner Freude. Nur wie?

Ich weiß es nicht, aber ich weiß, was mir guttut. Dinge verändern. Und wenn es nur meine Körperposition ist.

Ich dehne mich also. Pseudoyoga. So stocksteif mich das fehlende Dehntraining gemacht hat (ich hab's schleifen lassen), so überrascht bin ich, denn sofort erleichtern und befreien mich die Zugbewegungen.

Dann setzte ich mich in einen Schneidersitz. Noch eine Überraschung, weil mit das durch dir leichte Schräge des Ufers trotz meiner verqueren Hüftstellung so leicht fällt.

*Jeden Tag die Verbundenheit zur geistigen Welt stärken und Lebensfreude für mich visualisieren*, dass ich das tun soll, geisterte mir schon lange durch den Kopf. Ich machte es, hörte wieder damit auf, fing wieder damit an.

Heute mache ich damit weiter, fühle meinen Körper augenblicklich - spüre sehr viel mehr Stärke in mir als ich es dachte.

Das fühlt sich gut an, so gut wie die Energie, die überall ist und für mich greifbar wird, sobald ich mich darauf konzentriere.

Die Energie sammelt sich in meinen Händen, strömt in mich hinein, durch mich und auch zu den anderen Menschen und Lebewesen, die ich in diesem Trance-Healing miteinbeziehe.

Tätowierte Frauenbeine mit Sand und Matsch verschmiert und den Füßen im Flusswasser als Symbol für Erdung, Getragen-sein und Kraftsammeln. Dazu die Worte: little by little: wenn du das liest, gib deine Träume nicht auf!
Sonnenuntergang an der Rhône in Frankreich mit Schilf im Vordergrund als Symbol für Zuversicht mit dem Text: little by little - manche Wege dauern laenger
Sand mit Tier- und Menschenspuren als Symbol für Lebendigkeit und Bewegung und Halt mit dem text: little by little -

 

Perspektive, Zuversicht und Lebensträume

45 Minuten später finde ich zwischen den ausgewaschenen Tönen des Ufers eine milde Ruhe.

Meine Perspektive schwappt in mich zurück. Zaghaft, dann in immer größeren Wellen. Ich stehe auf und steige vom verdorrten Grasplateau in den Sand hinab und ins Wasser.

Wolken des Sandes wirbeln um meine Füße. Wie die Wellen meiner Zuversicht haben sie keine klare Form und sind doch wunderschön anzuschauen.

Ich taste nach einer Form in meinem Kopf, die klar ist. und stelle fest, dass ich noch immer will, was ich immer wollte:

Schriftstellerin und Künstlerin sein: Die Freiheit zu schreiben, zu malen, möglichst oft unter freiem Himmel und am Wasser zu sein.

Ich will noch immer, meinen Teil zu einer besseren Welt beitragen: Menschen energetisch, psychologisch und mit meiner Schriftstellerei und Kunst dabei unterstützen zu blühen, ihren Weg zu gehen, ihren Wert in ihrer Einzigartigkeit (die wir oft als bedrohliche Andersartigkeit erleben) zu erkennen.

Ich will der Wind in den Segeln ihrer Träume sein, wenn sie im Leben feststecken und gerade keinen eigenen Wind erzeugen können.

Und da bin ich wieder, inmitten der Peripherie meiner Träume. Spüre, atme und lebe sie, immer wieder ein Stückchen mehr.

Der Fluss umspielt mich, Fische blitzen an mir vorbei, der warme Wind riecht bereits nach Herbst. Das Leben ist schön.

Tage später, spüre ich diesen Moment weiter in mir. Habe wieder die Kraft weiter meinem Seelenglück zu folgen: little by little.

Und du?

 

Bildquelle Titelbild: Collage erstellt mit Canva/Foto Brad Helmink via Unsplash

Galerie-Fotos: Collage mit Canva/Fotos privat

Die Geburt von Llichtermeer – Larissas Seelenweg

Turnschuhe die in den Nachthimmel gereckt werden, dem Mond entgegen als Symbol für die Worte, die dort stehen: Never let go of your hopes and dreams. Gib dich selbst niemals auf.

Dieser Blogpost ist für dich, auch wenn ich hier von mir erzähle.

Damit du mich kennenlernst und den Weg hinter meiner Arbeit verstehst.

Diese Worte sind für dich, damit du deinen Mut, deine Kraft, dein SelbstBewusstsein und deine Lebensfreude (wieder-)findest.

Ein Teil meines Seelenweges

Die ersten Jahrzehnte meines Lebens waren von Depressionen und Kämpfen geprägt. Das Kämpfen gipfelte in einer Sucht, einer Bulimie, die noch mehr Schmerz mit sich brachte.

Ich suchte schon früh professionelle Hilfe und fand mich stattdessen entmutigt. Eine der ersten Aussagen, mit denen ich konfrontiert wurde, war: „Du kannst nicht gesund werden. Deine Sucht wird immer da sein!“

Diese Worte trafen mich tief. Ich wollte nicht, dass das meine Realität würde. Ein Leben von Krankheit und Schmerz bestimmt, erschien mir nicht lebenswert.

Ich sehnte mich nach jemanden, der mir das Gegenteil bewies und schwor mir, dass ich, wenn ich die Sucht und die Depression hinter mir ließe, genau dieser jemand für andere sein würde.

Die Kraft der Hoffnung

Ich fand Menschen, denen ich mich in meinem Schmerz zeigen durfte, ohne Ablehnung zu erfahren. Das gab mir Kraft. Ich fand Menschen, die mich inspirierten, weil sie trotz ihrer herausfordenden Wege die Schönheit des Lebens sahen. Das bestärkte mich. Doch ich fand niemanden, der eine Sucht besiegt hatte, oder daran glaubte, dass dies möglich sei.

Dafür spürte ich intuitiv, dass meine Träume und Leidenschaften der Schlüssel zu einer lichteren Realität waren. Sofern ich sie lebte.

Ich wusste, wenn ich auf mich selbst aufpasste, mein Leben nach meinen Bedürfnissen ausrichtete und mich seelisch und körperlich nährte, würde diese andere Realität immer tiefer in mein Sein wurzeln und schließlich erblühen. Nur lagen meine Träume abseits der Norm, die mich umgab.

„Du träumst zu viel! So kann man nicht leben! Du musst dich halt irgendwie anpassen!“ Da waren sie wieder. Aussagen, die meiner Intuition widersprachen und an der Perspektive rüttelten, die mir die Kraft gab weiterzuleben.

Ich strauchelte. Immer wieder. Zum Glück blieb meine Seele hartnäckig und zeigte mir weiterhin andere Bilder. Hoffnungsvolle.

Ich beschloss mich nicht unterkriegen zu lassen und den Bildern meiner Seele zu folgen. Komme was wolle. Und koste es noch so viele Umwege.

Und einmal mehr versprach ich dem Universum, andere vor den zerstörerischen Stimmen der Zweifler* zu schützen. Sobald ich gesund war und jenes Glück mein Leben erfüllte, würde ich die Botschaft in die Welt tragen: Heilung ist möglich! Lebensfreude kann auch aus und in tiefster Dunkelheit erwachsen.

Zunächst blieb die Dunkelheit in meinem Leben dicht, aber auch meine inneren Überzeugungen blieben stark: "Träume sind keine Schäume" wurde zu meinem Mantra. Leidenschaften brennen aus gutem Grund in uns. Da ist Licht! Für mich und für alle anderen.

Ich stellte mir diese Lichter wie Juwelen vor, umgeben von einem wundervollen Schimmer der Hoffnung. So bestärkt hielt ich der Dunkelheit stand, und wann immer ich meinem Seelenruf folgte, entdeckte ich mehr und mehr dieser Lichter.

Frau steht in einem Bach und greift nach grünem Blätterdach über ihr als Symbol für das
Frau in einem Kornfeld, die zum Mond aufblickt mit dem Text: Du verdienst Freude und Fülle und du verdienst es, dass du deinen Weg auf Deine weise gehst!

Seelenarbeit – meine Heilung

Für mich waren das die Hoffnungsschimmer, die zu Möglichkeiten erstrahlten.

Möglichkeiten, die mit ihrer Leuchtkraft meine Wirklichkeit durchdrangen und mir schließlich den Weg aus der Dunkelheit leuchteten.

Wann immer ich mir diesen Schatz des Lebens bewusst machen und für mich nutzen konnte, nannte ich das Seelenarbeit.

Das tue ich noch, weil ich meine Seele in diesen Momenten so deutlich spüre und fühle wie sie lacht, tanzt, singt – manchmal sogar fliegt. 

Hier bin ich nun.

Die Sucht/Bulimie ist Vergangenheit.

Die Depression besucht mich allenfalls noch als Erinnerung, wenn es darum geht, meinen Weg wieder nach meiner Seele auszurichten oder belastende Umstände in meinem Leben als solche anzuerkennen und ihnen heilsam zu begegnen.

Ich spüre heute zumeist eine große Lebensfreude und eine tiefe Dankbarkeit. (Lies HIER eine persönliche Geschichte zum Auf und Ab des Lebens)

All das erscheint mir wie ein Wunder. Es lässt mich an Wunder glauben. Auch für dich!

Die Geburt von Llichtermeer

Wie ich es mir und dem Universum versprochen habe, möchte ich heute anderen Menschen helfen. Mit Llichtermeer: den Coachings, der Energiearbeit, meiner Kunst und mit diesem Blog.

Mit den Texten hier möchte ich für dich Momente einfangen, die dich nähren, die dir beweisen, dass das Leben gut ist. Momente, die dich aufrichten. 

Ich glaube, je mehr wir das Leben auf diese hoffnungsvolle Weise sehen, hören, fühlen und erforschen, desto eine kraftvollere Veränderung zu Gunsten unser aller Wohl ist möglich.

Ich erlebe es so: Wir ziehen alle Teilchen, die wir auf diese Art wertschätzen, in unser Energiefeld, von wo sie ihresgleichen anziehen. So bauen sich in uns Lichtkegel und Magnete für die Schönheit dieses Lebens auf.

Das uns eine solche Sicht nicht in jedem Moment möglich ist, habe ich erfahren und deshalb teile ich sie, jetzt wo sie mir möglich ist, mit dir. Damit zu sie in dir ankern lassen kannst - wenn du das willst.

Mögest du die Freude in deinem Leben finden ♡

Deine Larissa

*Zweifeln hat seine Berechtigung. Zweifel können schützen und warnen, manchmal pushen, doch eben auch sehr destruktiv wirken. Und zeigt das Leben nicht, dass weit viel mehr möglich ist, als das, was uns unglücklich hält? Da draußen gibt es genug Leid, lasst uns lieber Freude säen.

 

Bildquellen

Titelbild: Collage erstellt mit Canva/Foto Jasmin Chew  via Unsplash

Bild mit Frau im Bach und Wald: privat

Bild Frau die zum Mond blickt: Collage erstellt mit Canva/ Foto Jasmin Chew  via Unsplash

Spiritualität ohne Dogmen

Frau die barfuß auf einem Treibholzbaumstamm steht vor ihr ein Fluss und am Himmel eine Mondsichel als Symbol für die individuelle Verbindung zur Spiritualität

Spiritualität und Dogmen – Gibt es die eine, wahre Spiritualität?

Hast du auch manchmal das Gefühl, dass es da draußen sehr viel dogmatische Spiritualität gibt, die sich irgendwie ungut anfühlt? Das Gefühl, dass dir vorgeschrieben wird, wie du deinen spirituellen Weg gehen sollst – weil du sonst etwas falsch machst? Frägst du dich, ob es nicht auch einen Weg abseits des Dogmas gibt, einen Weg, der mehr Raum für persönliche Entfaltung und Intuition lässt? Du bist nicht allein damit und dieser Post ist für dich.

Spiritualität: eine natürliche Wahrnehmung des Lebens?

Ich bin spirituell aufgewachsen, ohne jedoch einer bestimmten Richtung oder Lehre zu folgen. Abgesehen von den kirchlichen Ideologien (in deren mir bekannten Auslegung ich mich größten Teils nicht wiederfand), kannte ich lange auch keine Lehren. Ich dachte bis in meine Jugend, mein Umfeld wäre aufgelockert christlich und andere bewusst ohne Bekenntnis; später hat sich gezeigt, dass in meiner Familie fast jeder sehr mit seiner/ihrer Spiritualität verbunden war, auch unabhängig von ihrem religiösen Glauben. Darüber wurde nur lange nicht direkt gesprochen.

Indriekt hat sich das aber oft gezeigt: In den kleinen Ritualen und Gesten des Respekts gegenüber der Natur, Tieren und Mitmenschen, in Aussagen wie: „Wenn ihr etwas von diesem Berg mitnehmen wollt (wie eine Blume zum Trocknen), fragt den Berg um Erlaubnis und dann bedankt euch“ und in den kongurenten Handlungen dazu. 

Diese Momente im Außen haben mich berührt, definitiv geformt und doch war und ist Spiritualität für mich etwas, das aus unserem Inneren kommt, eine natürliche Wahrnehmung des Lebens.

Spiritueller Wachstum durch Austausch und die Krux dahinter

Die spirituelle und esoterische Welt ist für mich immer ein zweischneidiges Schwert gewesen.

Mir erschien es stimmig, dass energetisch alles Sein miteinander verbunden ist und doch sehnte ich mich über die Jahre immer mehr nach irdischen Verbindungen und einem Austausch mit gleichgesinnten Menschen. Ich wünschte mir Menschen, die meine Erfahrungen teilten. Sich genauso für die Tiefe des Seins begeisterten.

Und ich wollte mehr erfahren, selbst tiefer tauchen. Gemeinsam erschien mir das leichter, als das, was bereits in mir lag, alleine zu erforschen.

In persönlichen Gesprächen wurde ein solcher Austausch wirklich nährend. Aber auf meiner Suche nach Lehrern, stieß ich fast nur auf solche, deren Ideologien mir nicht nur dogmatisch, sondern bisweilen sogar unaufrichtig erschienen.

Spirituelle Lehren oder Egopolierung?

Um hier einen Punkt zu machen, nochmal zurück zu meinen spirituellen Ansichten. Die sind eben das: meine Ansichten und kein Regelwerk für andere.

Manche meiner spirituelltuellen Empfindungen haben sich über die Jahre tief in mir verankert, ich liebe sie und lebe sie aus vollem Herzen. Trotzdem erinnere ich mich immer wieder daran, bereit zu bleiben, sie zu hinterfragen und neu zu beleuchten.

Für mich ist es das, was uns als spirituelle Suchende auszeichnet – die Fähigkeit, offen und flexibel zu sein, und unsere eigene Wahrheit zu finden. Und die Wahrheit anderer zu akzeptieren.

An dieser Stelle bekenne ich mich zu einem Paradoxon meiner Gedankenwelt: Ich grenze meine Offenheit für und Anerkennung von anderen Wahrheiten ganz klar da ab, wo sie mir schädlich erscheint – für mich oder andere, aber ich reibe mich auch an Ausschlüssen einer intuitiven Herangehensweise. Beispielsweise durch Aussagen wie "Es läuft genau so und nicht anders", "So (und nie anders?) sieht ein Chakra aus." oder "Diese Zahl hat diese energetische Bedeutung". Muss es wirklich XY sein? Gibt es nur den einen Weg, die eine Auslegung?

Das sich wiederholende Erfahrungswerte solche Darstellungen rechtfertigen, ist für mich nachvollziehbar, aber mir fehlte der Spielraum für Abweichungen und der Einbezug von Individualität, Evolution und Transformation: auch auf energetischen Ebenen.

Für mich war und ist die spirituelle Welt facettenreich und persönlich.

Was, wenn es für jeden von uns einen eigenen spirituellen Pfad gibt? Oder jeder so anders sieht und erlebt, dass Realitäten sich nun mal verschieben?

Mittlerweile bin ich etwas offener für Lehrbuch-Aussagen. Immer noch nicht als „die eine Wahrheit“, aber als Inspiration und Erforschungsraum, als Erklärungsmodel und vielleicht auch Versuche, eine gemeinsame Sprache für etwas zu finden, das irgendwie ungreifbar und doch so deutlich fühlbar ist.

Fazit: Spirituelle Impulse statt starre Direktionen

Ich habe mit meiner eigenen, nicht-(ganz so-)dogmatischen Spiritualität wertvolle Erfahrungen gemacht.

Die Vorstellungen, nach denen ich lebe, fühlen sich für mich stimmig an und haben mir in vielerlei Hinsicht geholfen.

Mein Lebensweg hat meine Vorstellungen manchmal umgeworfen. Es gab Zeiten, da habe ich an nichts Übersinnliches mehr geglaubt und doch habe ich immer dorthin zurückgefunden, wenn ich wieder ganz wurde und meist wurde ich wieder ganz, wenn ich zu meiner persönlichen Spiritualität zurückfand.

Ich bin dankbar, für die Impulse, die ich von anderen erhielt. Auch dann, wenn das, woran sie glauben, nicht meiner Idee einer Wahrheit entspricht. Einiges hat trotzdem einen Platz in meiner Welt gefunden und bereichert mich sehr.

Jetzt teile ich meinen Weg: Nicht, weil ich glaube, dass er für jede*n das richtige ist, sondern für eben die Menschen, die ähnlich empfinden. Denen das, was mir geholfen hat, ebenfalls stimmig erscheint und ihnen auf ihrem Weg hilft.

Ob ich dir das geben kann, was du in deinem spirituellen Leben brauchst, erfährst du über meine Blogartikel, im Kennenlern-Call und spätestens im persönlichen 1:1.

 

PS: Energetische Heilungen, spirituelles Coaching & Co.

Für die medialen und energetischen Anteile meiner Arbeit verwende ich Worte wie Geistige Welt, Höheres Selbst, Trance-Healing, Seele usw. – Begriffe, an denen ich mich früher gestoßen habe. Oft sind sie besetzt vom vielen Gebrauch auf so viele Weisen. Trotzdem denke ich, dass das Ungreifbare durch Namen greifbarer wird und diese Namen sind geläufig und mit der Zeit habe ich sie, im Sinne meiner Bedeutung, lieb gewonnen.

Wie du das, was diese Energien auslöst, lenkt und beschreibt oder das, was passiert, nennen willst, ist dir selbst überlassen. Tausche gerne jedes meiner Worte durch deine eigenen aus. ♡

Bildquelle Titelbild: Collage erstellt mit Canva/Foto Jasmin Chew  via Unsplash